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Untersagung der geplanten Aufführung : Innensenator besorgt über nationalistisches türkisches Theaterstück

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In dem Stück würden ultranationalistische Propaganda betrieben und menschenverachtende Thesen vertreten, so Cansu Özdemir der Hamburger Linken.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 18:32 Uhr

Hamburg | Der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD) sieht die geplante Aufführung des türkischen Theaterstücks „Letzte Bastion Türkei“ (Son Kale Türkiye) mit Sorge. „Wer die eigene Nation und Religion überhöht und andere Religionen und Gesellschaftsformen herabsetzt, bewegt sich außerhalb unserer Werteordnung“, erklärte Grote am Freitag. „Die Botschaft der Aufführung fördert innerhalb der türkischstämmigen Bevölkerung Hamburgs Abgrenzung statt Integration.“

Der Senator sieht gleichwohl keine straf- oder gefahrenabwehrrechtliche Handhabe für ein Verbot gegenüber dem privaten Veranstalter.

Der Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion André Trepoll hatte am Donnerstag den Senat aufgefordert, die für Sonntag geplante Aufführung zu untersagen, notfalls über das Sicherheits- und Ordnungsgesetz. Auch die Linksfraktion hatte an die Stadt appelliert, Druck auf den Veranstalter auszuüben.

In dem Stück werde ultranationalistische Propaganda betrieben, menschenverachtende Thesen vertreten und gegen sogenannte Ungläubige gehetzt, sagte Fraktionschefin Cansu Özdemir. Grote erklärte, die Sicherheitsbehörden würden die Veranstaltung genau im Auge behalten.

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