Aus Brasilien nach Hamburg : In Maschinen versteckt - Zoll findet 116 Kilogramm Kokain auf Schiff

Zollbeamte präsentieren am 18.03.2016 im Hafen von Hamburg Kisten mit einem Kokainfund. Rund 115 Kilogramm Kokain - versteckt in Baumaschinen - hat der Zoll im Februar 2016 auf einem Schiff aus Brasilien entdeckt.
Zollbeamte präsentieren im Hafen von Hamburg Kisten mit einem Kokainfund.

Gute internationale Zusammenarbeit: Dank Hinweisen europäischer Strafverfolgungsbehörden kam der Zoll im Hamburger Hafen Rauschgiftschmugglern auf die Spur. Das Kokain war in Baumaschinen versteckt.

shz.de von
18. März 2016, 14:51 Uhr

Hamburg | Zollbeamte haben an Bord eines Schiffes in Hamburg rund 116 Kilogramm Kokain entdeckt. Bereits Ende Februar stellte die Besatzung des Zollschiffes „Borkum“ das Rauschgift, das auf einem Schiff aus Brasilien in Baumaschinen versteckt war, nahe der Elbmündung sicher, wie aus einer Pressemitteilung der Generalzolldirektion hervorging. Am Freitag wurde der Fund bei einer Pressekonferenz in Hamburg präsentiert.

Spektakuläre Funde in norddeutschen Häfen gibt es immer wieder. Im November und Dezember 2015 hatten Zollfahnder in Travemünde in zwei Lastwagen mehr als elf Millionen Schmuggelzigaretten beschlagnahmt. Ende Januar waren in einem Container rund 10,5 Millionen Zigaretten gefunden worden.  Im Februar wurden mehr als zehn Millionen Schmuggelzigaretten beschlagnahmt.

Durch einen Hinweis europäischer Strafverfolgungsbehörden sei der deutsche Zoll auf das brasilianische Schiff aufmerksam geworden, sagte eine Pressesprecherin des Generalzollamtes. Bei einer Kontrolle des Schiffes hatte die Besatzung des Zollschiffes aus Itzehoe 96 Kilogramm gefunden - versteckt in einer Baumaschine. Daraufhin setzte das Schiff seine Fahrt zum Hamburger Hafen fort. Dort angekommen führten 30 Hamburger Zollbeamte die Kontrolle fort und entdeckten weitere 20 Kilogramm Kokain.

„Hier habe sich einmal mehr die gute und zunehmend unabdingbare Zusammenarbeit mit anderen europäischen Strafverfolgungsbehörden bewährt“, sagte die Direktionspräsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher. Gestreckt hätte das Kokain einen Straßenverkaufswert von rund 21 Millionen Euro erzielt, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Seit Sommer 2015 habe die Zollverwaltung Hamburg rund 750 Kilogramm Rauschgift sichergestellt.

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