Größte Population in Wandsbek : In Hamburg sind weniger Ratten unterwegs

Wer in Hamburg einen Rattenbefall bemerkt, ist nach der Rattenverordnung von 1963 verpflichtet, ihn dem Institut für Hygiene und Umwelt zu melden.

Wer in Hamburg einen Rattenbefall bemerkt, ist nach der Rattenverordnung von 1963 verpflichtet, ihn dem Institut für Hygiene und Umwelt zu melden.

Bisher wurden dem Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt 1350 Ratten gemeldet. 2017 waren es insgesamt 1600 Fälle.

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16. November 2018, 11:35 Uhr

Hamburg | Die Rattenbekämpfung ist in Hamburg nach offiziellen Zahlen erfolgreich. In diesem Jahr wurden dem Institut für Hygiene und Umwelt bis Anfang November 1350 Mal Ratten im Stadtgebiet gemeldet, wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Jens Wolf hervorgeht. Im gesamten Vorjahr waren es knapp 1600. Im Jahr 2008 hatten Bürger fast 3000 Mal Ratten in Hamburg gesichtet.

Viele Ratten in Wandsbek

Die mit Abstand meisten Meldungen kommen stets aus dem Bezirk Wandsbek. Das könne mit den großen Naturschutzgebieten und den vielen Wasserläufen dort zusammenhängen, vermutete eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. In den Bezirken Mitte, Altona und Harburg sind es trotz der Hafenanlagen deutlich weniger.

Mehr als 1200 Einsätze

Wer in Hamburg einen Rattenbefall bemerkt, ist nach der Rattenverordnung von 1963 verpflichtet, ihn dem Institut für Hygiene und Umwelt zu melden. Bestätigt ein Mitarbeiter das Vorkommen der Schädlinge, wird mit der Bekämpfung begonnen. Das geschehe meist durch Gift in Köderboxen, so dass Kinder, aber auch Hunde und Katzen nicht drankommen, erklärte die Sprecherin. Im Innenbereich von Gebäuden werden auch mechanische Fallen eingesetzt. Im laufenden Jahr rückten die Rattenbekämpfer bereits mehr als 1200 Mal aus.

CDU-Fraktion sind es immer noch zu viele Fälle

Der CDU-Fraktion reicht das jedoch nicht: Weit über tausend Fälle seien immer noch zu viel. „Es gilt nun, dieser Plage Herr zu werden!“, erklärte Wolf, der überzeugt ist: „Bei dem Gedanken, Ratten im Haus zu haben, läuft sicherlich den meisten Bürgern ein eiskalter Schauer den Rücken herunter.“ Die Nagetiere können Krankheiten übertragen und gelten darum als gefährlich für den Menschen. Eine weibliche Ratte kann nach Angaben des Hygine-Instituts innerhalb eines Jahres inklusive Kinder und Kindeskinder bis zu 600 Nachkommen haben.

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