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LBS Immobilienatlas 2016 : Immobilienpreise für Hamburg steigen weiter an

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Obwohl die Preise für Eigentum in Hamburg und Umland weiter ansteigen, werden Käufer durch die niedrigen Zinsen entlastet. Günstigere Grundstückspreise und Wohnungsmangel treibt die Menschen außerdem ins Umland.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 17:41 Uhr

Hamburg | Die schlechte Nachricht für Kauf-Interessenten vorweg: Günstiger wird es nicht. Weder in Hamburg noch im Schleswig-Holsteiner Umland sinken die Preise für Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen. Dennoch sei der Traum vom Eigentum „so erfüllbar wie nie“, sagte Vorstandsvorsitzender der Landesbausparkasse (LBS), Peter Magel, gestern bei der Vorstellung der Preisentwicklungsstudie in Hamburg.

Grund dafür seien die historisch niedrigen Zinsen. Sie entlasteten Käufer stärker als die Preise steigen. Insgesamt gilt: Die Preise für Immobilien in Hamburg und dem Umland steigen für Neubauten stärker als für bestehende Objekte. Und weil Hamburg wächst, aber es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, entsteht laut Magel ein Überlaufeffekt: Immer mehr Menschen zieht es ins Hamburger Umland. Das lässt die Preise dort steigen, aber sie bleiben auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in der Hansestadt. Bezogen auf ein gebrauchtes Eigenheim mit 120 Quadratmeter Wohnfläche müssen Interessenten durchschnittlich 393.480 Euro in Hamburg zahlen, im Umland 164.640 Euro weniger. Bei einer gebrauchten Eigentumswohnung mit 80 Quadratmeter macht der Unterschied laut Studie 139.280 Euro aus. 

Generell gilt für das nördliche Umland von Hamburg: Wedel, Rellingen, Norderstedt, Schenefeld und teilweise auch Pinneberg sind häufig etwas teurer als der Durchschnitt. In Quickborn, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Elmshorn sind die Preise fast immer unterdurchschnittlich. „Entscheidend für den Preis ist die Infrastruktur. Ist eine gute Anbindung an öffentlichen Verkehrsmittel oder die Autobahn vorhanden, steigt die Beliebtheit und damit der Preis“, erklärt Ulrike Stüdemann vom Hamburger Forschungsinstitut „F+B“, das die Studie wissenschaftlich begleitet hat.

Bestehende Eigenheime kosten im Norden von Hamburg durchschnittlich 1.907 Euro pro Quadratmeter und sind damit um 3,9 Prozent gestiegen. Zu den teuersten Standorten gehören im Westen Wedel (2.635 Euro), Halstenbek, Schenefeld und Rellingen (2.463 Euro). Norderstedt folgt mit 2.415 Euro und Pinneberg (2.202 Euro). 

Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten im nördlichen Hamburger Umland zwischen 2.000 und 2.200 Euro pro Quadratmeter wie in Schenefeld, Halstenbek und Norderstedt. Etwas preiswerter sind sie in Wedel, Rellingen und Pinneberg im Westen Hamburgs. Unterdurchschnittliche Preise von etwa 1.600 Euro pro Quadratmeter werden in Quickborn, Henstedt-Ulzburg oder Kaltenkirchen verlangt.

Für neue Ein- und Zweifamilienhäuser im Hamburger Umland sind die Preise um 7,2 Prozent seit Jahresbeginn 2015 gestiegen. Die höchsten Neubaupreise wurden in Schenefeld (3.123 Euro pro Quadratmeter), Rellingen (2.985 Euro) registriert, gefolgt von Wedel und Norderstedt (gut 2.600 Euro). In Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Pinneberg und Quickborn kosten sie zwischen 2.000 und 2.200 Euro; in Elmshorn liegen sie sogar unter 2.000 Euro.

Neue Eigentumswohnungen sind im Umland sieben Prozent teurer geworden und kosten durchschnittlich 2.819 Euro pro Quadratmeter wie in Schenefeld und Wedel, Pinneberg liegt etwas höher mit 3.000 Euro.

Die Grundstücke  werden für 67 bis 320 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Wedel ist wieder der Preisspitzenreiter, gefolgt von Halstenbek, Schenefeld, Rellingen und Norderstedt (siehe Grafik).

 

Für die Studie wurden im zweiten Halbjahr 2015 13.300 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in Hamburg und im Umland erfasst. Die angegebenen Preise geben jeweils Mittelwerte der Angebotspreise im Markt wieder. Abweichungen nach oben oder unten sind je nach Lage bei der einzelnen Immobilie daher möglich. Das Hamburger Forschungsinstitut F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH hat die Marktanalyse wissenschaftlich geleitet. Den LBS-Immo-Marktatlas 2016 gibt es auch als kostenlosen Download: www.lbs.de.

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