Mobilität in HH : Immer mehr Haushalte verzichten aufs Auto

Hamburg ließ für die Mobilitäts-Studie insgesamt 7000 Haushalte befragen.

Hamburg ließ für die Mobilitäts-Studie insgesamt 7000 Haushalte befragen.

Vier von zehn Hamburger Haushalten sind mittlerweile ohne Auto – in bestimmten Stadtteilen ist der Anteil besonders hoch.

Avatar_shz von
30. November 2018, 18:57 Uhr

Hamburg | Immer mehr Hamburger Haushalte verzichten auf ein Auto. Das ist ein Ergebnis der bundesweiten Studie „Mobilität in Deutschland“ (MID), wie die Hamburger Verkehrsbehörde am Freitag mitteilte. 2017 seien vier von zehn städtischen Haushalten autofrei gewesen. 2008 besaßen laut Untersuchung erst drei von zehn kein eigenes Auto.

Vor allem junge Erwachsene seien heute weniger autoorientiert. Immer häufiger seien die Hamburger mit Rad, Bus und Bahn unterwegs. Besonders oft auf das Fahrrad schwingen sich laut Report die Menschen in Hamburg-Nord, Eimsbüttel und Altona.

Hamburg will Radverkehrsnetz weiter ausbauen

Dass der öffentliche Nahverkehr in der Hansestadt bei der Befragung so gut abgeschnitten habe, freue ihn sehr, sagte Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos). „Die Zahlen sind Gradmesser und Grundlage für strategische Planungen.“ Zudem werde Hamburg das Radverkehrsnetz weiter ausbauen und mit Hochdruck Straßen sanieren.

Das Bundesverkehrsministerium hatte nach 2002 und 2008 das Institut für angewandte Sozialwissenschaft in Bonn im Jahr 2017 zum dritten Mal mit der Studie beauftragt. Hamburg ergänzte den Auftrag laut Behörde und ließ mehr Haushalte als vorgesehen befragen – damit liegen für das Stadtgebiet Informationen aus 7000 Haushalten vor.

Die Grünen freuen sich über Bestätigung

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Martin Bill, wertete die MID-Untersuchung als Bestätigung für die Verkehrspolitik seiner Partei: „Dies alles belegt: Mit dem Bau neuer U- und S-Bahn-Linien, mit der Angebotsoffensive für den ÖPNV, mit unseren Fußverkehrsstrategien sowie unserer Radverkehrsförderung betreiben wir moderne Verkehrspolitik wie sie die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt erwarten.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen