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Chaos Computer Club IN HAMBURG : Image von Hackern: Soziopathen oder Computer-Forscher?

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Eine irische Wissenschaftlerin spricht beim Kongress des Chaos Computer Club über das Bild von Hackern.

Hamburg | Das öffentliche Bild von Hackern ist nach Einschätzung einer britischen Sozialwissenschaftlerin im Wandel und unterscheidet sich von Land zu Land. Das Klischee von Kriminellen mit dunklem Kapuzenpulli sei in Deutschland auf dem Rückzug, sagte die Belfaster Forscherin Leonie Maria Tanczer am Mittwoch auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Hamburg.

Der Chaos Computer Club (CCC) ist die bedeutendste Hacker-Vereinigung Deutschlands. Er wurde 1981 gegründet, der Verein hat rund 5700 Mitglieder. Der CCC hat in seiner Geschichte zahlreiche Sicherheitslücken aufgedeckt und ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass auch in der breiten Bevölkerung ein Grundverständnis für Datensicherheit gewachsen ist.

In Großbritannien und stärker noch in den USA überwiege jedoch das negative Bild der Hacker als kulturelle Außenseiter oder Soziopathen. Die zwiespältige Sicht auf die Hackerszene bleibe nicht ohne Auswirkungen auf deren Angehörige, erklärte Tanczer.

Ihre Befragung von Hackern ergab, dass diese es oft vermeiden, sich selbst so bezeichnen. Statt dessen bevorzugten sie Umschreibungen wie Forscher zur Computersicherheit. Das Negativ-Image verstärke eine bei Hackern zu beobachtende „Kultur des Verdachts“. Die Sozialwissenschaftlerin plädierte dafür, die Wahrnehmung von Hackern zu entmystifizieren und Hacken als „positive und nützliche Form der Beteiligung am politischen Diskurs“ zu betrachten.

 

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erstellt am 30.Dez.2015 | 13:32 Uhr

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