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Trainer-Suche in Hamburg : HSV soll Tuchel Vierjahresvertrag bieten

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Aus der Onlineredaktion

Thomas Tuchel gilt schon lange als Kandidat für den Trainerposten beim Hamburger SV. Jetzt soll es konkret werden.

Hamburg | Der Hamburger SV soll dem ehemaligen Mainzer Trainer Thomas Tuchel vom Sommer an einen Vierjahresvertrag bieten – mit 3,2 Millionen Euro Gehalt pro Saison. Das berichtet die „Bild“-Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Mit solch einem Gehalt wäre er demnach der teuerste HSV-Trainer aller Zeiten. Tuchel solle zudem dank Investoren für 25 Millionen Euro Spieler holen dürfen, hieß es weiter.

Der Hamburger SV ist abstiegsbedroht, liegt nur auf Tabellenplatz 16. Vor einer Woche hatte der Verein Trainer Josef Zinnbauer entlassen. Sportdirektor Peter Knäbel übernimmt bis zum Saisonende. Tuchel hatte sein Engagement beim FSV Mainz 05 nach der vorigen Saison vorzeitig beendet und ist noch bis zum 30. Juni vertraglich an die Mainzer gebunden.

HSV-Aufsichtsratschef Karl Gernandt hatte den 41-jährigen Tuchel als einen sehr attraktiven Namen bezeichnet, der zum Club passen würden, aber ein Engagement offen gelassen.

„Wir kommentieren das Thema nicht“, hieß es dazu vom HSV. „Wenn er es wert ist, ist er nicht teuer“, hatte Aufsichtsratschef Karl Gernandt vor einigen Tagen im NDR-Interview zur Causa Tuchel gesagt.

Tuchel ist einer der begehrtesten Trainer auf dem Markt. Aber warum? Der 41-Jährige machte aus der grauen Maus Mainz 05 einen schillernden, leistungsstarken Verein. Er prägte den „Matchplan“ oder das „Gegenpressing“, er ist ein blendender Motivator und versteht es, die Spieler auf seinem Weg mitzunehmen. Seine fachliche Kompetenz ist herausragend. In seinen fünf Mainzer Jahren holte er die fünftmeisten Punkte in der Liga. „Er hat das, was andere nicht haben“, erklärte 05-Präsident Harald Strutz. Taktisch waren die 05er in der Tuchel-Ära vielen Gegnern voraus.

In den vergangenen Wochen wurde Tuchel auch als Kandidat bei Zweitligist RB Leipzig gehandelt. Da der Verein aber voraussichtlich nicht in die 1. Bundesliga aufsteigt, gilt ein Engagement Tuchels dort als unwahrscheinlich.

Die Tabellensituation des HSV spricht allerdings auch nicht für sich. Bleibt es beim Tabellenplatz 16, müssten die Hanseaten in einem Relegationsspiel versuchen, die Klasse zu halten – wie in der Vorsaison unter Trainer Mirko Slomka. Das gelang zwar, die sportliche Entwicklung ließ aber seitdem weiterhin zu wünschen übrig. Die Folge: Slomka musste im September gehen, Zinnbauer übernahm. Mit dessen Rausschmiss hat der HSV in den vergangenen 18 Jahren seit 1997 bereits den 18. Trainer verschlissen.

Das Thema Tuchel beschäftigt auch die Netzgemeinde. Dass der Verein tatsächlich vier Jahre an ihm festhalten würde, glauben wenige.

Ob die Nutzer Tuchel ein Engagement beim HSV empfehlen? Nein.

Ob sie es glauben, dass Tuchel der Neue beim HSV wird? Nein.

(mit dpa-Material)

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erstellt am 31.Mär.2015 | 10:16 Uhr

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