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Vor Spiel gegen Wolfsburg : HSV setzt auf Heimstärke und Calhanoglu

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Der Hamburger SV konnte sich im Bundesliga-Abstiegskampf zuletzt zumindest auf seine Heimstärke verlassen. Hakan Calhanoglu will auch gegen Wolfsburg wieder Verantwortung übernehmen.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2014 | 19:05 Uhr

Hamburg | Die zurückgewonnene Heimstärke soll dem Hamburger SV im Endspurt des Bundesliga-Abstiegskampfes die rettenden Punkte bringen. Schon zweimal rehabilitierte sich der Tabellen-16. zuletzt daheim für schwache Auftritte in der Fremde: Der 2:4-Pleite in Braunschweig folgte ein 3:0 über Borussia Dortmund, dem 1:2 in Gladbach ein 2:1 gegen Bayer Leverkusen. Am Samstag (18.30 Uhr) wollen die abstiegsbedrohten Hamburger dem 1:2 von Hannover einen Heimsieg gegen Champions-League-Anwärter VfL Wolfsburg folgen lassen.

Eine zentrale Rolle kommt erneut Hakan Calhanoglu zu. Der 20-jährige Mittelfeldakteur, der in den vergangenen acht Spielen fünf Treffer für den Bundesliga-Dino erzielt hatte, meldete sich nach einer krankheitsbedingten Trainingspause wegen einer Halsentzündung wieder zurück. „Ich bin fit, und ich mag es, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Calhanoglu am Donnerstag. Gegen Wolfsburg zählt für ihn nur eines: „Wir wollen das Spiel gewinnen. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut.“ Auch im Matchplan, den Trainer Mirko Slomka gegen den Tabellen-Fünften aus Niedersachsen ausgearbeitet hat, spielt Calhanoglu eine zentrale Rolle. „Hakan ist ein Spieler, der von Wolfsburg nur schwer zu stoppen sein wird“, sagt Slomka, unter dessen Regie der HSV seit fünf Heimspielen ungeschlagen ist und elf von 15 möglichen Punkten holte.

Im Kampf gegen den Abstieg macht der studierte Mathematiker Slomka eine simple Rechnung auf: „Wir müssen am Ende einen Punkt mehr haben als die Mannschaften unter uns.“ Gegen Wolfsburg sollen die nächsten Zähler eingesammelt werden. Vor dem VfL hat der Coach der Hanseaten großen Respekt. Vor allem die Leistung beim Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund hat Slomka überzeugt: „Da war Wolfsburg auf Augenhöhe.“ Ein mulmiges Gefühl vor der Partie gegen die „Wölfe“ hat der 46-Jährige aber nicht.

Am Samstag soll der zuletzt angeschlagene Heiko Westermann in den Kader zurückkehren. Der Abwehrspieler nahm am Freitag am öffentlichen Abschlusstraining teil, zu dem 1500 Fans das Team mit viel Applaus und lauten „HSV, HSV“-Rufen begrüßten. Milan Badelj nahm an der letzten Übungseinheit jedoch nicht teil. Fehlen werden gegen Wolfsburg in jedem Fall Toptorjäger Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkelverletzung) und Kapitän Rafael van der Vaart (Wadenblessur).

Hoffnung hat Slomka auf ein baldiges Comeback von Marcell Jansen. „Marcell ist vor dem Plan“, sagte er. Der 28-jährige Abwehrspieler soll nach seiner Sprunggelenksoperation in der kommenden Woche wieder in das Mannschaftstraining der Hamburger einsteigen.

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