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Nach dem Aus für Slomka : HSV schon wieder auf Trainersuche

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Aus der Onlineredaktion

Null Tore in drei Spielen, letzter Tabellenplatz: Mirko Slomka ist entlassen. Dietmar Beiersdorfer will schnell einen Nachfolger präsentieren.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 22:57 Uhr

Hamburg | Der Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich von seinem Trainer Mirko Slomka getrennt und will schnell einen Nachfolger benennen. Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer informierte am Montagabend den 47-Jährigen von der Beurlaubung nach nur sieben Monaten beim HSV. Dies bestätigte Mediendirektor Jörn Wolf. Der HSV steht am dritten Spieltag mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz und ist bisher tor- und sieglos. Zudem ist der HSV saisonübergreifend zehn Spiele ohne Sieg.

Slomka ist es in acht Wochen Vorbereitungszeit und trotz Investitionen von etwa 26 Millionen Euro in neue Spieler nicht gelungen, einen Aufwärtstrend mit dem „Bundesliga-Dino“ einzuleiten. Nach dem 0:2 am Sonntag bei seinem Ex-Verein Hannover 96 hatte die Führungsriege des HSV genug. Zwar brachte Slomka sieben neue Profis, eine klare Linie oder ein Spielkonzept waren aber nicht zu erkennen. Eine vergleichbare Start-Flaute gab es für die Hanseaten in 51 Spielzeiten noch nie.

Der Fußballlehrer verlor auch immer mehr Rückhalt in der Mannschaft. Damit entließ Beiersdorfer nach der Rückkehr zum HSV im Sommer zuerst Sportdirektor Oliver Kreuzer nach nur einer Saison, dann Slomka.

Damit wird erneut eine Ablöse fällig, nachdem man sich mit Kreuzer außergerichtlich auf etwa 800.000 Euro geeinigt hatte. Slomkas Vertrag läuft noch bis Juni 2016.

Wer am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den FC Bayern München auf der Trainerbank sitzen wird, ist noch offen. Schon lange wird Thomas Tuchel als Wunschkandidat gehandelt. Beiersdorfer soll sich angeblich schon mit dem 41-Jährigen getroffen haben. Bisher konnte sich Tuchel aber noch nicht mit Mainz 05 auf eine Auflösung seines Vertrags einigen. Der HSV könnte aber eine Ablöse zahlen. Gehandelt wird auch Josef Zinnbauer, der Coach der derzeit erfolgreichen U-23-Mannschaft des HSV, als Interimslösung. Weitere Kandidaten sollen die Ex-Trainer Felix Magath, Thomas Doll und Huub Stevens sein.

Gestern Morgen führte Slomka noch zum Auslaufen eine kleine Gruppe Stammspieler an, lächelte in die Kameras und arbeitete anschließend mit den Reservisten. Den wartenden Fans und Journalisten wurde beschieden, dass sich beim kriselnden Traditionsclub am Tag nach der 0:2-Pleite bei Hannover 96 niemand zum Trainerthema äußern werde. Slomka fuhr unter dem Blitzlichtgewitter der Fotografen vom Gelände.

Eine Krisensitzung zur Entscheidung pro oder kontra Slomka brachte Stunden später Gewissheit. Beiersdorfer soll ihn persönlich von der Entscheidung unterrichtet haben.

Mirko Slomkas persönliche Auswärtsbilanz fällt mit 16 Niederlagen und einem Unentschieden in den vergangenen 18 Monaten desaströs aus. Zuletzt holte er im April 2013 drei Punkte in der Fremde - damals noch in Diensten von Hannover 96.
 

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