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Bundesliga-Auftakt 2015/16 : HSV-Rucksack-Affäre als Chance, bloß keine Angst vor Bayern

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Vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Bayern beschwört Trainer Labaddia den Teamgeist. Und HSV-Urgestein Uwe Seeler lobt.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2015 | 12:42 Uhr

Hamburg | Trainer Bruno Labbadia sieht in der Rucksack-Affäre um Sportdirektor Peter Knäbel auch eine Chance für den Hamburger SV, sich endlich als Einheit zu zeigen. „Es wurde in der Vergangenheit oft genug dem öffentlichen Druck nachgegeben, und wir wissen inzwischen ja alle, wo das diesen großartigen Verein hingebracht hat“, sagte Labbadia dem „kicker“. Gerade jetzt müsse der Verein Geschlossenheit zeigen. Der HSV hatte Strafanzeige gestellt und Ermittler eingeschaltet, nachdem ein Rucksack von Knäbel mit Gehaltslisten in einem Hamburger Park gefunden wurde.

Trotz der Pokal-Schlappe bei Carl Zeiss Jena (2:3 n. V.) wolle er vor dem schweren Bundesliga-Auftakt beim FC Bayern München nicht in den Chor derjenigen einstimmen, die alles schlechtreden: „Wir alle müssen darauf vorbereitet sein, dass uns keine ruhige und konstante Saison bevorsteht, sondern dass es Aufs und Abs geben wird. Wir müssen Rückschläge einkalkulieren, dürfen sie aber auch nicht herbeireden“, sagte der 49 Jahre alte Hesse. Seine Mannschaft sei noch in der Findungsphase, und brauche in München einen Sahnetag, um mitzuhalten.

HSV-Idol Uwe Seeler sieht vor dem Bundesliga-Auftaktspiel nicht schwarz. „Wenn man bei Bayern etwas erreichen kann, dann vielleicht im ersten Spiel der Saison. Die Jungs dürfen aber auf keinen Fall ängstlich sein. Das geht gar nicht“, sagte der 78-Jährige der „Bild“-Zeitung am Donnerstag. Grundsätzlich sei der HSV auf einem guten Weg und habe in Bruno Labbadia einen engagierten Coach: „Bruno gibt sich unheimlich viel Mühe. Er ist in eine Situation gekommen, in der nicht viele den Mut dazu gehabt hätten. Dafür meinen Respekt.“

Labbadia heuerte als vierter Trainer der Saison sechs Spieltage vor Ende der Spielzeit an und rettete den HSV in der Relegation gegen Karlsruhe.

Die Neuzugänge will Seeler erst nach drei, vier Spielen beurteilen. „Wichtig ist, dass die Mischung stimmt. Denn in den letzten Jahren hatte man das Gefühl, dass nur selten eine echte Mannschaft auf dem Platz stand“, sagte der DFB-Ehrenspielführer.

Wenn ein Team harmoniere, komme die Sicherheit und damit auch der Erfolg. Mit Blick auf das Saisonziel ist Seeler nach zweimaliger Teilnahme an der Relegation bescheiden geworden: „Da kommt es mir auf ein, zwei Plätze gar nicht an. Gut wäre nur, dass wir möglichst zu keinem Zeitpunkt in akuter Abstiegsgefahr sind.“

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