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Abstiegskampf in Hamburg : HSV: Floskeln und Spekulationen

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Dem Hamburger SV geht es nicht gut. Bert van Marwijk bezeichnet die Aufgabe beim Bundesliga-Vorletzten als schwierigste seiner Trainer-Karriere. Spekulationen um den Wechsel eines Nationalspielers machen die Situation für den Verein nicht leichter.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2014 | 11:51 Uhr

Hamburg | Auf der Internetseite des HSV werden vor allem Floskeln abgefeuert. „Wir als Team sind gefordert, noch enger zusammenzurücken“, sagt Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier zur Negativ-Serie des Bundesliga-Dinos. Die Woche müsse hart gearbeitet werden, um gegen die Hertha am Samstagabend endlich Punkte zu holen. Aber was soll der 24-Jährige auch sonst von sich geben – bei der miserablen Lage, in der sich die Hamburger befinden. Dass sich die Mannschaft bereits aufgegeben hat, wie es vor allem beim 0:3 gegen Hoffenheim den Anschein hatte, kann er schließlich nicht sagen. Vielleicht ist das auch nicht so. Zumindest erinnert sich Diekmeier an eine ähnliche Situation zurück und gibt sich kämpferisch. „Als wir vor zwei Jahren ebenfalls im Abstiegskampf standen, haben wir als Mannschaft und im Zusammenschluss mit den Fans alle zusammengestanden. Das müssen wir jetzt auch tun.“

Das ist auch dringend nötig. Nach 19 Spieltagen haben die Hamburger 16 Punkte und damit einen Zähler Rückstand auf den Relegationsrang. Der Vorsprung auf den Tabellenletzten Braunschweig beträgt vier Punkte. Gegen die Eintracht spielt der HSV nach dem Berlin-Spiel. Darauf folgen Dortmund und Bremen.

Wie unangenehm die Lage auch für den Trainer ist, machte Bert van Marwijk in einem Gespräch mit der Bild-Zeitung deutlich: „Das ist meine schwierigste Aufgabe“, sagte der Niederländer zu seinem Engagement beim HSV. Der Niederländer trainierte 2010 noch die Nationalmannschaft und führte sie ins Endspiel. Aber das ist Vergangenheit. Jetzt steckt er mitten im Abstiegskampf. Van Marwijk sieht dies als Test für den gesamten Club. „In dieser Situation kann der Verein zeigen, dass er ein richtiger Verein ist, der zusammenhält.“ Nach fünf Niederlagen in Serie ist er mit seiner Mannschaft auf den vorletzten Platz der Liga abgerutscht. „Als ich hier Ende September angefangen habe, war es die erste Aufgabe, unten weg zu kommen. Jetzt ist das die einzige Aufgabe“, sagte der 61-jährige.

Der Coach steht laut Oliver Kreuzer nicht zur Diskussion. „Die Frage, was nach dem Hertha-Spiel passiert, stellt sich mir definitiv nicht. Ich werde nie ein Ultimatum aussprechen“, hatte der Sportdirektor in einem Interview gesagt. Ähnlich äußerte sich auch Präsident Carl Jarchow. Dennoch spekulieren Medien – wie es nun mal üblich ist – schon über einen Nachfolger für Bert van Marwijk. Als mögliche Kandidaten kommen unter anderem Mirko Slomka, Ex-Trainer von Hannover 96, Holger Stanislawski und Martin Jol in Frage. Und auch Thomas Schaaf hat noch keine Stelle nach der Zeit in Bremen angetreten.

Spekulationen gibt es auch um Marcell Jansen. Laut Bild kehrt der 28-Jährige womöglich zu Borussia Mönchengladbach zurück. Aus seinem bis 2015 datierten Vertrag könne er per Ausstiegs-Klausel für fünf Millionen Euro im Sommer gehen. 2007 war er aus seiner Heimat zu den Bayern nach München gewechselt, bevor er nur ein Jahr später beim HSV anheuerte. Falls Jansen Hamburg tatsächlich den Rücken kehrt, verlässt ein Nationalspieler den Verein. Für den Abstiegskampf steht zumindest noch zur Verfügung.

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