Kein Wechsel zu Leverkusen : HSV: Calhanoglu reagiert nicht auf Slomkas Anrufe

Hakan Calhanoglu will nicht mehr für den Hamburger SV spielen. Ein Wechsel zu Leverkusen kommt aber nicht zustande. Für HSV-Trainer Slomka ist er nicht erreichbar.

shz.de von
23. Juni 2014, 13:25 Uhr

Glücksburg/Leverkusen | Trainer Mirko Slomka hat vergeblich versucht, Kontakt zu seinem krankgeschriebenen Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu aufzunehmen. „Er hat bisher nicht auf Anrufe von mir reagiert, aber er soll eine neue Handynummer haben. Ich hoffe, dass ich nächste Woche auf ihn zugehen kann und er gesund wird“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV im Trainingslager in Glücksburg laut Medienberichten. Auch auf SMS-Nachrichten habe Calhanoglu nicht geantwortet.

Der 20-Jährige ist bis Mitte Juli krankgeschrieben. Er soll von zwei Vertrauensärzten des HSV untersucht werden. Nach seinen öffentlich geäußerten Absichten, zu Bayer Leverkusen wechseln zu wollen, war Calhanoglu in sozialen Netzwerken massiv angegriffen worden. In einem Interview der „Sport Bild“ hatte er davon gesprochen, Angst davor zu haben, wieder zum Training nach Hamburg zu kommen.

Unterdessen will Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen im Transfergerangel um Calhanoglu weitere Bemühungen zunächst einstellen. „Für mich ist die Sache abgeschlossen“, erklärte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade am Montag. Der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow habe ihm schriftlich mitgeteilt, dass sein Verein den 20 Jahre alten Mittelfeldspieler nicht gehen lassen will. „Ich habe das akzeptiert. Der Mann hat ja einen Vertrag“, sagte Schade. Allerdings bleibe Bayer 04 weiter an dem Profi interessiert und gesprächsbereit.

„Wenn sich die Umstände ändern sollten, können wir über das Thema noch einmal reden“, sagte Schade. „Wir haben dem HSV ein Angebot gemacht. Wir wollen den Spieler, und der Spieler will zu uns.“ Bayer soll für Calhanoglu, dessen Vertrag bis 2018 datiert ist, rund 12,5 Millionen Euro geboten haben. Dass sich Calhanoglu krankgemeldet hat, wollte Schade nicht kommentieren: „Da sind wir völlig außen vor.“

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