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Verkauf für einen Euro : HSH Nordbank: Politiker sind irritiert

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Nach dem Verkauf der letzten Teile der Immobiliensparte der HSH Nordbank fordern die Parteien in Kiel und Hamburg Informationen zu dem Deal. Für den symbolischen Betrag von einem Euro war der Verkauf vonstattengegangen.

Hamburg/Kiel | Die HSH Nordbank hat die Reste der HSH Real Estate für einen Euro an den Geschäftsführer Lutz von Stryk verkauft. Politiker in Hamburg und Schleswig-Holstein reagierten irritiert. Der Verkauf werfe Fragen auf, hieß es in einer Stellungnahme des FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Kubicki. Kritisch äußerten sich auch die Grünen und die CDU im Kieler Landtag und Linke, Grüne und FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft. Dabei ging es weniger um den Verkauf an sich, der wegen der Auflagen der EU ohnehin unausweichlich war, als vielmehr um den Kaufpreis und die fehlende Kommunikation.

Vor dem bekanntgewordenen Verkauf hatte sich die Bank bereits von zahlreichen Immobilien-Beteiligungen getrennt. Die angeschlagene Bank, die zu 85 Prozent den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, erfüllt damit EU-Auflagen, die im Zuge der Beihilfevereinbarung beschlossen worden waren. Diese sehen unter anderem eine erhebliche Verkleinerung des HSH-Geschäftsbereichs vor.

Die nun verkaufte Holding verwaltet Immobilienfonds im Wert von etwa zwei Milliarden Euro und verfügt über Immobilienbestände im Wert von etwa 320 Millionen Euro. Die Kritiker verweisen auf Vermögenswerte der Gesellschaft im dreistelligen Millionenbereich und vorhandenes Eigenkapital. Dagegen stehen jedoch Schulden und Risiken. Die Parteien fordern zunächst Aufklärung über die Ermittlung des Kaufpreises vor den Ausschüssen der Parlamente.

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erstellt am 14.10.2013 | 16:15 Uhr

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