Kurioser Fall aus Hamburg : Höhenangst: Polizei hilft Autofahrerin über die Köhlbrandbrücke

Blick während der „blauen Stunde“ auf die Köhlbrandbrücke über die Elbe. /Archiv
Die Niederländerin traute sich nicht, über Hamburgs Wahrzeichen zu fahren.

Die Frau fuhr bereits rückwärts von der Auffahrt zur Brücke, als die Polizei sie stoppt. Die Beamten halfen ihr sofort.

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31. August 2018, 11:00 Uhr

Hamburg | Polizeibeamte haben am Donnerstagabend einer unter Höhenangst leidenden Frau beim Überqueren der Köhlbrandbrücke in Hamburg-Wilhelmsburg geholfen. Das teilte die Polizei am Freitag mit.

Der Besatzung eines zivilen Provida-Fahrzeugs war bei der Auffahrt auf die Brücke ein Opel aufgefallen, der ihnen rückwärtsfahrend entgegen kam. Bei der Überprüfung erzählte die niederländische Fahrerin den Beamten auf Englisch, dass sie unter starker Höhenangst leide und sich nicht traue, über die Brücke zu fahren. Ihre Tochter auf dem Beifahrersitz war zu jung, um ihr die Fahrt über die Brücke abzunehmen.

Damit beide ihren Weg zurück in die Niederlande fortsetzen konnten, boten die Beamten an, die Überfahrt zu übernehmen. Die Fahrerin stimmte umgehend zu. Während der Fahrt über die 3,6 Kilometer lange und bis zu 53 Meter hohe Brücke saß die Niederländerin auf der Rücksitzbank. Sie hielt sich die Augen zu, „wirkte starr vor Angst und verlor augenscheinlich ihre Gesichtsfarbe“, heißt es im Polizeibericht.

Nach erfolgreicher Überfahrt trat bei der Frau unmittelbar Erleichterung ein, die Beamten bemerkten das an der zurückkehrenden Gesichtsfarbe. Nachdem sie sich mehrfach bei ihren Helfern bedankt hatte, setzten Mutter und Tochter ihren Weg selbstständig fort.

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