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Mehr Service : Hochbahn meldet Fahrgastrekord für Hamburgs Busse und U-Bahnen

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Die Metropole Hamburg wächst. Für Gäste der Busse und U-Bahnen der Hochbahn soll der Service weiter verbessert werden.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2017 | 16:08 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Busse und U-Bahnen werden so gut frequentiert wie nie zuvor - und sollen sich für mehr Zuspruch der Fahrgäste noch attraktiver werden. Rund 444 Millionen Menschen nutzten 2016 das Angebot der Hochbahn, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Schwarzfahrer lag bei rund 4,0 Prozent. Trotz eines schwächeren Wachstums als 2015 mit damals 2,4 Prozent sprach Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Montag in Hamburg von einem sehr erfolgreichen Jahr und einem sehr guten Ergebnis für das städtische Unternehmen. „Das stärkt uns für unsere Vorhaben.“ Und davon gibt es bei der Hochbahn derzeit einige:

Digitalisierung
Bis Ende des Jahres soll die rund 1000 Fahrzeuge starke Busflotte mit W-Lan ausgerüstet sein, bis Ende 2018 alle U-Bahn-Haltestellen. Die HVV-App biete mittlerweile Echtzeitdaten des Busverkehrs, erläuterte Hochbahn-Chef Henrik Falk. Neue U-Bahn-Fahrzeuge und Busse würden über USB-Ladebuchsen verfügen. An der U1-Haltestelle Wandsbek Markt soll eine Platzampel erprobt werden, die den Wartenden farblich anzeigt, in welchem U-Bahn-Wagen noch Platz zu finden ist oder wo Gedränge herrscht.

2018 werde im HVV ein einfacheres Online-Bezahlen per Smartphone mit Bestpreisgarantie getestet, bekräftigte Falk. Für das Mobilitätsprojekt „switchh“ mit bislang rund 3000 Nutzern, das das Umsteigen von Bus und Bahn auf Auto, Transporter oder Fahrrad ermöglicht, sollen bis Ende 2019 rund 100, vor allem kleinere Wechselstationen eingerichtet werden.

Investitionen
„Alles, was wir einnehmen, fließt wieder ins System“, sagte der Hochbahn-Chef. Rund 365 Millionen Euro sind 2017 vorgesehen (2015: 225 Mio). Derzeit laufende Projekte sind: der weitere barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Haltestellen, Fertigstellung der U4 bis Elbbrücken in 2018 sowie Planungen für die U1-Haltestelle Oldenfelde, die U4-Verlängerung und die neue U5. Bis 2019 werden 118 U-Bahn-Züge des Typs DT5 angeschafft. Vom Folgejahr an sollen nur noch emissionsfreie Elektrobusse gekauft werden. Dazu soll es im Sommer eine Ausschreibung für 60 Stück geben, kündigte Falk an. Die Hansestadt und Berlin hatten eine Beschaffungsinitiative gegründet, der sich mehrere Städte angeschlossen haben. Ziel sei, durch größere Abnahmemengen bessere Anschaffungspreise zu erzielen, erläuterte Falk.

Bilanz
Der Hochbahn-Umsatz stieg 2016 auf knapp 509 Millionen Euro nach 476 Millionen Euro im Vorjahr. Der Verlust ging um 10 Millionen Euro auf Minus 50,5 Millionen Euro zurück. Die Kosten seien zu rund 92 Prozent gedeckt gewesen, teilte das Unternehmen mit. Das sei bundesweit ein Spitzenwert. Für die Verluste kommt die Stadt Hamburg auf.

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