zur Navigation springen

Trampender Roboter im Video : „hitchBot“ landet am Flughafen in Hamburg

vom

Wenn schon nicht SH, dann aber Hamburg: Der „hitchBot“ besucht die Veranstaltungsreihe „Social Media Week“. shz.de hat von der Ankunft des Roboters ein Video gedreht.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 13:47 Uhr

Hamburg | Aus seinem Besuch auf Sylt wurde leider nichts, aber wenigstens schaut der trampende Roboter „hitchBot“ noch einmal kurz in Hamburg vorbei. Montagvormittag kam das Roboter-Kunstwerk mit den gelben Plastikhandschuhen am Hamburger Flughafen an. Am Mittwochabend soll er auf der Social Media Week vorgestellt werden.

Eigentlich ist seine Deutschland-Reise bereits seit Sonntag beendet. Am Sonntagabend kam das Konstrukt aus Eimer, Schwimmnudeln, Kinder-Gummistiefeln und einem Tablet-Computer als Hirn wie geplant und wohlbehalten in München in der ProSieben-Wissenssendung „Galileo“ an. Nachdem sein Vorgänger im vergangenen Sommer durch Kanada trampte, hatte der Sender das Projekt nach Deutschland geholt.

Die Erfinder hatten „hitchBot“ am 13. Februar in München ausgesetzt. Sie wollen wissen: Akzeptieren Menschen die Maschine und bauen sie eine Beziehung auf? Denn nur dann könnten Roboter in Zukunft im menschlichen Alltag integriert werden. Spezielle Frage im Fall „hitchBot“: Helfen Menschen Robotern - zumindest, wenn sie nicht bedrohlich wirken? Gerade mal so groß wie ein sechsjähriges Kind, mit großem Kopf, Blinkherzchen und Lächeln auf dem Display, dünnen Ärmchen aus blauen Schwimmnudeln und bunten Kinder-Gummistiefeln kam „hitchBot“ niedlich daher.

Autofahrer brachten ihn zum Schloss Neuschwanstein, zum Kölner Rosenmontagsumzug und nach Berlin. Fußballfans nahmen ihn mit, ein Briefträger auf dem Fahrrad und ein Lkw-Fahrer, der - bombardiert von „hitchBot“ einprogrammierten Fragen - leicht entnervt reagierte: „Warum fragst du soviel?“ Er wolle jetzt auch mal etwas wissen.

Aber echte Kommunikation war nicht möglich. Alle Dialoge waren vorprogrammiert. Auf die Frage „Hast du eine Familie?“ antwortete „hitchBot“ mal: „Mein Lieblingsessen ist Spaghetti.“ Ein Autofahrer fand: „Er quasselt manchmal ein bisschen schräges Zeug.“ Und: „Er könnt ein bisschen redseliger sein. Eine Frau ersetzt er noch nicht.“ Jedenfalls nach dem, was am Sonntagabend bei „Galileo“ zu sehen war, haben die Menschen den Roboter trotz der arg eingeschränkten Kommunikation ins Herz geschlossen.

Das Projekt „hitchBot“ sei damit nicht beendet, sagte Frauke Zeller von der Ryerson Universität in Toronto, die „hitchBot“ zusammen mit David Harris Smith von der McMaster Universität in Hamilton erfunden hat. Es gebe Anfragen aus anderen Ländern: „Es wird weitergehen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen