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Hamburger Hafen : „Hilde“ holt Güterverkehr von der Straße

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Der Hamburger Hafen gilt als wichtigste Drehscheibe, um Waren aus Sachsen in alle Welt zu verschicken. Für den Transport dorthin sucht Sachsen gemeinsam mit der Hansestadt nach neuen Lösungen.

Dresden | Zwischen dem Hamburger Hafen und Sachsen sollen künftig mehr Güter mit Bahn und Schiff transportiert werden. „Ziel ist es, das steigende Verkehrsaufkommen auf diesem hoch belasteten Verkehrskorridor möglichst ohne zusätzliche Lkw-Transporte abwickeln zu können“, sagte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) am Montag.

Für das gemeinsame Projekt „Hilde“ arbeiten Hansestadt und Freistaat sowie Forschungseinrichtungen und Unternehmen an Lösungen und neuen Ideen. Unter anderem ist eine Internetplattform geplant, auf der Spediteure aktuelle Informationen zu Verladekapazitäten auf Bahn und Schiff abrufen können.

Wegen der stark schwankenden Wasserstände der Elbe sollen die sächsischen Häfen zudem zu zentralen Güterverkehrszentren ausgebaut werden. „Wenn der Wasserstand für die Schifffahrt nicht ausreicht, werden die Güter dann per Bahn oder Lkw transportiert“, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Bis 2017 soll das Containerterminal im Riesaer Hafen umgebaut werden. Bereits heute werde ein Großteil der in Riesa umgeschlagenen Container mit der Bahn transportiert.

Laut Ministerium werden etwa 42 Prozent der sächsischen Exporte über den Seeweg abgewickelt - der Hamburger Hafen gilt dabei als wichtigste Drehscheibe. Rund 145.000 Container verlassen den Freistaat jedes Jahr Richtung Hansestadt. Sachsen wiederum sei für Hamburg das Tor nach Süd- und Osteuropa, hieß es.

Derzeit verbinden rund 20 Güterzüge täglich und zwei Binnenschiffe pro Woche Sachsen und Hamburg. Dabei ersetzt nach Behördenangaben ein Güterzug bis zu 90 Lastwagen, ein Binnenschiff bis zu 108.

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erstellt am 11.Aug.2014 | 13:50 Uhr

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