zur Navigation springen

Demos und Krawalle am Wochenende : Hier wird in Hamburg am 1. Mai demonstriert

vom
Aus der Onlineredaktion

Feste, Kundgebungen, Demos und mögliche Ausschreitungen - es ist einiges los in der Hansestadt. Wo was abläuft.

Hamburg | Vor den Demonstrationen am 1. Mai-Wochenende richtet sich Hamburgs Polizei auf mögliche Krawalle Linksautonomer ein. „Die Polizei Hamburg wird das mit einem Großaufgebot begleiten“, sagte Polizeisprecher Timo Zill am Freitag. Neben Hamburger Beamten stünden auch Polizisten des Bundes sowie aus Schleswig-Holstein und Bremen bereit. 

In der Nacht vor und im Laufe des 1. Mai kommt es in der Hansestadt immer wieder zu Ausschreitungen Gewaltbereiter. Brennpunkt ist meist das Schanzenviertel rund um das alternative Stadtteilzentrum „Rote Flora“. Nachdem es im Vorjahr verhältnismäßig ruhig war, könnte es jetzt einen heißen Tanz in den Mai geben.

Für dieses Wochenende sind mehrere Demonstrationen und Veranstaltungen geplant, darunter am Sonntag die revolutionäre 1. Mai-Demonstration „Klasse gegen Kasse“. Bereits für Samstag hat die linke Szene zu einer Demonstration „Breite Solidarität gegen Rassismus und Repression“ aufgerufen. Daneben mobilisiert traditionell auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB für seine Demonstrationen zum Tag der Arbeit am 1. Mai.

Mit einer Kundgebung am Bahnhof Sternschanze startet die linke Szene am Samstag in das 1. Mai-Wochenende. Von 14.30 bis 23.30 Uhr läuft dann das „Klassenfest gegen Staat und Kapital“. Dabei erwarte die Polizei bis zu 1500 Menschen. Um 18.00 Uhr beginnt dann die Demonstration „Breite Solidarität gegen Rassismus und Repression“. „Dort dürfen wir von 1000, 1200 Teilnehmern ausgehen“, sagte Zill. Der geplante Protestzug führt durch das Schanzenviertel und St. Pauli. Die Abschlusskundgebung ist am Hafen bei dem jüngst durch ein Feuer beschädigten „Golden Pudel Club“ vorgesehen.

Mehrere Tausend Teilnehmer erwartet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Sonntag zu seiner traditionellen 1. Mai-Demonstration. Unter dem Motto „Zeit für mehr Solidarität“ wollen die Gewerkschafter - begleitet von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) - um 11.00 Uhr von der S-Bahnstation Hasselbrook zum Museum der Arbeit im Stadtteil Barmbek ziehen. Dort ist um 12.00 Uhr eine Abschlusskundgebung unter anderem mit Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger und Annelie Buntenbach vom DBG-Bundesvorstand geplant. Weitere DGB-Demonstrationen sind in Harburg und Bergedorf vorgesehen. Im Vorjahr gingen nach DGB-Angaben in Hamburg mehr als 6000 Menschen auf die Straße.

Während die DGB-Veranstaltungen traditionell friedlich bleiben, ist die Polizei bei der revolutionären 1. Mai-Demo auf Ausschreitungen vorbereitet. „Da, wo es erforderlich ist, wird die Polizei konsequent vorgehen“, sagte Zill. Ob es überhaupt zu Krawallen kommt - im Vorjahr war es relativ ruhig geblieben, hängt nach Angaben der Polizei auch davon ab, ob die bundesweit mobilisierte linke Szene nach Hamburg kommt oder doch nach Berlin fährt, wo bei der revolutionären 1. Mai-Demo etwa 20.000 Teilnehmer erwartet werden. Bislang geht die Polizei davon aus, dass die Demonstranten in der Hansestadt vornehmlich „aus dem Hamburger Umfeld“ kommen.

Die Demonstration „Klasse gegen Kasse - heraus zum 1. Mai!“ startet um 18.00 Uhr am Bahnhof Altona. Der Veranstalter hat 500 Teilnehmer angemeldet, die Polizei geht von 1000 bis 1500 Demonstranten auch aus der linksextremistischen Szene aus. Im Vorjahr gab es zwar einzelne Scharmützel, doch blieben die Ausschreitungen unter dem Niveau früherer Jahre. Insgesamt gab es nach Polizeiangaben 18 Festnahmen. 34 Polizisten wurden verletzt, als die Beamten zwei sogenannte revolutionäre Kundgebungen mit insgesamt rund 2200 Teilnehmern nach Böller-, Stein- und Flaschenwürfen auflöste.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 15:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen