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Halbjahreszahlen : HHLA steigert Umsatz und Gewinn

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Der Hamburger Hafenkonzern HHLA erreicht im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 596 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen legt zu.

Hamburg | Der Hafenkonzern HHLA hat in den ersten sechs Monaten des Jahres seinen Umsatz und den Gewinn steigern können. Der größte Umschlagbetrieb im Hamburger Hafen erreichte einen Umsatz von 596 Millionen Euro, das sind 5,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die HHLA am Donnerstag in der Hansestadt mit.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen kletterte um 3,4 Prozent auf 81 Millionen Euro. Nach Steuern reduzierte sich das Ergebnis allerdings um 5,5 Prozent auf 44 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund steigenden Wettbewerbsdrucks und anhaltender Einschränkungen bei der Infrastruktur sei das eine sehr beachtliche Entwicklung, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters.

Immer größere Schiffe kommen an die Terminals und schlagen dabei enorme Mengen um. Das Problem sind dabei unregelmäßige Spitzenbelastungen. Im ersten Halbjahr kamen 63 Schiffe mit mehr als 3000 Containerbewegungen an die HHLA-Terminals, doppelt so viele wie vor sechs Jahren. Für ein einziges Schiff können bis zu 6450 Containerbewegungen anfallen, gegenüber maximal knapp 4000 im Jahr 2008.

Auf der Wasserseite hat die HHLA in moderne Anlagen investiert, doch beim Zu- und Ablauf der Container kam es zu Stockungen. Belastend wirkt sich für die HHLA zudem aus, dass immer noch keine Entscheidung über die Elbvertiefung vorliegt. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will am 2. Oktober über die Klagen der Umweltverbände gegen das Projekt entscheiden. Die Zubringerverkehre mit Russland gingen erstmals seit 2009 zurück.  Und schließlich ist die HHLA mit einem eigenen Containerterminal in der ukrainischen Hafenstadt Odessa vertreten. Dort war der Umschlag bereits im 1. Quartal zurückgegangen. Das Terminal verzeichnete ein Minus von 25 Prozent, so dass unter dem Strich im Kerngeschäft Container ein schmales Wachstum von 0,7 Prozent blieb. „Für den weiteren Jahresverlauf bleiben unverändert fundamentale Unsicherheiten bestehen“, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. Das gelte besonders für den Konflikt in der Ukraine, aber auch für den weiteren Konsolidierungsprozess in der Containerschifffahrt.

Eine geplante Zusammenarbeit der drei weltgrößten Containerreedereien ist am Einspruch der chinesischen Kartellbehörden gescheitert. Nach sieben Jahren Krise in der Schifffahrt könnten sich auch kleine und mittlere Reedereien verstärkt zusammenschließen oder kooperieren. „Dabei birgt die Neugestaltung von Liniendiensten Risiken wie auch Chancen“, erklärte Peters. Noch in diesem Monat soll ein neuer Liegeplatz mit fünf hochmodernen Containerbrücken für Schiffe bis zu 18.000 Containern am Burchardkai in Betrieb gehen.

Vom wachsenden Handel mit China hingegen konnte der Konzern profitieren. Der Containerumschlag mit Fernost legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um acht Prozent zu, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

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erstellt am 14.Aug.2014 | 06:51 Uhr

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