Hamburger Hafenkonzern : HHLA bleibt auf Wachstumskurs

Container stehen am Containerterminal Burchardkai der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auf dem Gelände. /Archiv
Container stehen am Containerterminal Burchardkai der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auf dem Gelände. /Archiv

Der Jahresstart war erfolgreich, der operative Gewinn ist dank wachsendem Containerumschlag nach oben gegangen.

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14. August 2018, 06:38 Uhr

Hamburg | Zumindest ein wichtiger Akteur im Hamburger Hafen ohne rote Zahlen: Der Terminalbetreiber HHLA hat im ersten Halbjahr sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis leicht gesteigert. „Die Ergebnisse liegen auf dem von uns geplanten hohen Niveau“, schreibt Vorstandschefin Angela Titzrath an die Aktionäre. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir die für das Gesamtjahr prognostizierten Ziele sicher erreichen.“ 

Der Gesamtumschlag in Deutschlands größtem Hafen war dagegen zwischen Januar und Juni um rund zwei Prozent zurückgegangen. Zudem meldete die größte Reederei Hapag Lloyd in der vorigen Woche eine Verdoppelung des Halbjahresverlustes auf 100 Millionen Euro.

Allerdings hat auch die teilstädtische Hafen und Logistik AG mit den Unbilden des Marktes und des Hamburger Umfeldes zu tun. Zwar steigerte das Unternehmen den Umsatz um 1,6 Prozent auf 633 Millionen Euro und schlug an seinen Terminals gut ein Prozent mehr Standardcontainer um (3,6 Millionen TEU). Zugleich fiel der HHLA das Geldverdienen aber schwer. Das operative Ergebnis (Ebit) legte lediglich um 0,8 Prozent auf  91,4 Millionen Euro zu, nach Abzug von Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter stand gar ein Minus um 0,5 Prozent auf 52,4 Millionen Euro.

An seinen drei Hamburger Containerterminals bewegte der Platzhirsch knapp ein Prozent mehr Boxen, was auf den Anstieg der Asienverkehre zurückgeht (+4,1 Prozent). Dagegen sackten die Mengen bei den Zubringertransporten (Feeder) um knapp fünf Prozent ab. Der Terminal im ukrainischen Odessa legte von bescheidenem Niveau um mehr als acht Prozent zu. 

Ein Minus von mehr als vier Prozent gab es bei den Hinterlandverkehren. Betroffen waren die Bahn-, mehr noch aber die Lkw-Transporte. Wegen eines „deutlichen Rückgangs im Ladungsaufkommen im Großraum Hamburg“ fielen die Straßentransporte um satte zwölf Prozent, heißt es im Halbjahresbericht.

Den Aktionären versichert die Vorstandschefin, dass die wachsenden Spannungen in den globalen Handelsbeziehungen sich bisher nicht auf das Geschäft der HHLA ausgewirkt hätten. Das Unternehmen verfüge im Übrigen über „ausreichend Wissen und Erfahrung, um die Herausforderungen eines volatilen Marktes zu managen“.

An der Prognose für das Gesamtjahr hält der HHLA-Vorstand fest. Angepeilt wird ein Jahresumsatz auf dem Vorjahresniveau von 1,25 Milliarden Euro sowie ein Ebit, das deutlich über dem von 2017 (173 Millionen Euro) liegen soll.

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