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Würdigung für verstorbenen Altkanzler : Helmut-Schmidt-Flughafen: Gesellschafter machen den Weg frei

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Aus der Onlineredaktion

Olaf Scholz hatte den Flughafenbetreiber um eine Prüfung für eine Ehrung gebeten. Jetzt soll eine Arbeitsgruppe Vorschläge erarbeiten.

Hamburg | Altkanzler Helmut Schmidt soll am Hamburger Flughafen geehrt werden. Das haben die Gesellschafter der Flughafen Hamburg GmbH haben am Freitag in einer Aufsichtsratssitzung beschlossen. Zuvor hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die Flughafenbetreiber gebeten zu prüfen, wie eine solche Ehrung umgesetzt werden kann.

Helmut Schmidt war am 10. November in seinem Haus in Hamburg-Langenhorn gestorben. Er war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Ende 2013 ergab eine Studie: Schmidt ist der beliebteste Regierungschef in der Geschichte der Bundesrepublik.

Eine Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation soll sich mit den verschiedenen Möglichkeiten befassen und zeitnah Vorschläge für eine würdevolle Ehrung erarbeiten. „Deutschland hat Helmut Schmidt, dem Staatsmann aus Hamburg, dem großen Europäer und Weltbürger viel zu verdanken. Es ist daher angemessen und entspricht dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger seiner Heimatstadt, ihm eine solche Würdigung zuteilwerden zu lassen“, sagte Scholz. Der Flughafen gehört zu 51 Prozent der Stadt und zu 49 Prozent dem Investor Avi-Alliance.

Helmut Schmidt war für viele Menschen ein Vorbild.
Helmut Schmidt war für viele Menschen ein Vorbild. Foto: Christian Charisius

Eine Umbenennung des Hamburger Flughafens zu Ehren des Altkanzlers im Jahr 2016 liegt im Bereich des Wahrscheinlichen. Die Idee hat zahlreiche Befürworter, kritische Stimmen sind bislang rar. Flughafensprecherin Stefanie Harder nannte eine Umbenennung des fünftgrößten Airports in Deutschland im November eine „sehr charmante Idee“.

Mit einem Helmut-Schmidt-Airport würde sich Hamburg einreihen in die Familie international bedeutender Flughafenstandorte, wie der John-F.-Kennedy-Airport in New York und der Pariser Charles-de-Gaulle.

Helmut Schmidt hat mehrere Verbindungen zum Flughafen. Als Kanzler empfing er zahlreiche Staatsgäste in Fuhlsbüttel. Außerdem war Schmidt Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. „Wie kein zweiter Hamburger hat Helmut Schmidt den Flughafen seiner Heimatstadt in den vergangenen knapp 65 Jahren geprägt. Als Leiter des Amtes für Verkehr in der Wirtschaftsbehörde stellte er bereits 1952 die politischen Weichen für die Ansiedelung der Lufthansa Technik am Hamburg Airport“, erklärte Flughafenchef Michael Eggenschwiler. Schmidt habe früh das Wachstumspotenzial der Luftfahrt erkannt.

 

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erstellt am 12.Dez.2015 | 09:14 Uhr

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