Hamburg-Fuhlsbüttel : Helmut-Schmidt-Airport: Fluglärm-Initiative lehnt neuen Namen ab

Der Flughafen Fuhlsbüttel könnte bald „Helmut-Schmidt-Flughafen“ heißen.
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Der Flughafen Fuhlsbüttel könnte bald „Helmut-Schmidt-Flughafen“ heißen.

Eine Umbenennung hat bereits viele Fans. Doch hätte Helmut Schmidt wirklich Namenspatron sein wollen? Es gibt Zweifel.

shz.de von
14. Dezember 2015, 19:27 Uhr

Hamburg | Ein Helmut-Schmidt-Airport für Hamburg – nicht jeder ist begeistert von der geplanten Umbenennung des Flughafens zu Ehren des Altkanzlers. Die Fluglärmschutz-Initiative BAW hat die entsprechenden Pläne von Senat und Airport jetzt scharf kritisiert. „Nein, das hätte Helmut Schmidt sicher nicht gewollt“, glaubt Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Mosel bezweifelt, dass es eine passende Ehre für den Altbundeskanzler wäre, Namenspatron „für ein derart umstrittenes Wirtschaftsunternehmen zu werden, welches täglich weit mehr als 200.000 Bürgerinnen und Bürger mit Fluglärm und Flugdreck belastet“. Die BAW kritisiert die Zunahme des Fluglärms durch den Airport Fuhlsbüttel und fordert vom rot-grünen Senat einschneidende Gegenmaßnahmen. Mosel erinnerte daran, dass Schmidt früh den Bau eines Großflughafens in Kaltenkirchen forciert hatte, was die Anwohner des innerstädtischen Airports entlastet hätte.

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