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Schießerei in Hamburg : Hells Angels gegen Mongols auf St. Pauli: Polizei sucht Zeugen

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Die Polizei verteilt in der Nähe des Tatorts Handzettel. Ein Experte warnt nach den Schüssen vor einem Racheakt.

Nach der Attacke auf eine Gruppe Rocker an der Hamburger Reeperbahn sucht die Polizei weitere Zeugen. „Wir verteilen Handzettel in der Nähe des Tatorts. Vielleicht hat jemand den Vorfall fotografiert oder gefilmt - jedes Mosaikstein könnte bei dem Fall helfen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Zudem würden DNA-Spuren, Fingerabdrücke und erste Zeugenaussagen ausgewertet.

Seit Monaten gärt der Streit zwischen den Rockergruppen im Hamburger Rotlichtviertel. Vor fünf Jahren tobte auch in Schleswig-Holstein ein Machtkampf zwischen den Hells Angels und den Bandidos. Das Innenministerium griff hart durch und verbot die beteiligten Gruppierungen aus Flensburg, Kiel und Neumünster.

Zwölf Tatverdächtige aus dem Umfeld der Hells Angels waren in der Nacht zu Dienstag festgenommen worden. Sie wurden mangels Beweisen aber wieder freigelassen. „Die Männer sind weiter tatverdächtig“, sagte der Sprecher.

Bei dem Angriff waren zwei Mongols-Rocker in einem Taxi angeschossen worden. Ein dritter blieb unverletzt. Er gilt laut Polizei als neuer Statthalter der Mongols in Hamburg, nachdem der bisherige Chef Anfang Dezember verhaftet worden war. Der 46-jährige Taxifahrer kam mit einem Schock davon. Er sagte den Angaben zufolge bereits aus. „Techniker haben das Taxi untersucht“, sagte der Sprecher. Die weiteren beschlagnahmten Autos müssten noch durchsucht werden. Zur Tatwaffe gibt es laut Polizei noch keine neuen Erkenntnisse. Ein Messer und eine Schusswaffe waren in der Nähe des Tatorts sichergestellt worden.

Ein Milieu-Experte warnte vor einem Racheakt der Mongols. „Wir werden keinerlei Eskalationen dulden. Dieses Signal werden wir auch den Gruppierungen geben“, sagte der Polizeisprecher.

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erstellt am 30.Dez.2015 | 16:17 Uhr

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