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Konzert in O2 World : Helene Fischer: Atemlos in Hamburg

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Beim Konzert in der O2-Arena verkaufte die Schlager-Ikone Träume. Den Höhepunkt hob sich Fischer natürlich für den Schluss auf.

Hamburg | Fischer ist ein Phänomen, soviel war schon vor dem ausverkauften Konzert in der Hamburger O2 World am Samstag klar gewesen, bei insgesamt sieben Millionen verkauften Tonträgern, eine Fanschar in weiten Teilen der Gesellschaft, Medienrummel und einer Promi-Liaison mit Schlager-Kollege Florian Silbereisen. Das nur 1,58 Meter große Energiebündel ist ein deutscher Superstar. Gediegene, bestuhlte Atmosphäre kündigte ein abendfüllendes samstägliches Programm an. Das Publikum war smart und leger rausgeputzt, Kinder waren dabei und ältere Schlager-Fans, im Kern viele um die 30-Jährige, die Enkelkinder der ersten Hitparaden-Generation.

Sie betrat die Bühne in samtroter Schlaghose, Bluse und Hut in schwarz, unter dem ihre blonden Locken herauswallten. „Das ist unser Tag“, törnte sie mit dem ersten Lied sogleich das begeisterte Publikum an, umgarnte Hamburg, weil sie auf dem Konzert hier ihre „Farbenspiel“-DVD, so der Name der Tournee und ihrer letzten Platte, aufnehmen würde. Jubel, Gekreische, Händeklatschen, die Show konnte beginnen.

Schon beim zweiten Lied „Mitten im Paradies“ wurde klar: Die begnadete Sängerin und tollkühne Entertainerin erzeugt dabei eine unverwechselbare Sogkraft, weil die ausgebildete Profitänzerin viele seichte Unterhaltungselemente in ihrer charmanten Person vereint.

Es geht in ihren Songs um die gesamte Herz-Schmerz-Palette: Seele, Kraft, Liebe und Sehnsucht sind die Schlüsselwörter im Fischer-Kosmos. Auch als Akrobatin überzeugte die Schlagerikone. Geschätzte 20 Mal wechselte sie ihr Outfit. Ein bunt gefederter enger Einteiler war ebenso dabei, wie ein enger Lederrock, ein schwarz glitzerndes Paillettenkleid oder die Rock-Queen-Montur. Fischer ist vor allem eines: Mitte der Gesellschaft und Mainstream. Die Show, bei der aufwendige Bühnenbilder und Lichtelemente die vier Jahreszeiten abwechselnd darstellten, hatte Musical-Charakter. Sie sang Rock-Medleys, im Duett mit einem Gastrapper und eine Bandkollegin spielte ein faszinierendes Geigen-Solo. Dann stimmte Fischer ein Lied aus dem Disney-Wintermärchen „Die Eiskönigin“ an, coverte Purple Rain von Prince, anschließend folgte sogleich der nächste Schlagerkracher. Beim Thema Frühling tauchte sie aus einer pinkfarbenen Lichtkugel hervor, die eine Blüte symbolisierte, „ich werde Euch erst wieder im Sommer entlassen“, versprach die Diva. Fischer verkauft Träume.

Als sie schließlich mit ihrem „Birdy“, wie in allen Hallen der Republik auf ihren insgesamt 28 Konzerten in 15 Städten durch die O2 schwebte, bildeten Tausende Handys und Feuerzeuge den Sternenhimmel ab und illuminierten die Show des zugleich volksnahen und geheimnisvollen Stars. „Du bist ein Phänomen“, sang sie in 20 Meter Höhe. Zum Schluss intonierte sie noch ihren Megahit „Atemlos“. „Wegen einem Abend wie diesem, haben wir entschieden, die Welt zu unserer Bühne zu machen“, waren ihre Abschiedsworte.      

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erstellt am 09.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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