Hamburg : „Hartz-IV-Rebellin“ Inge Hannemann legt Bürgerschaftsmandat nieder

Inge Hannemann ist als „Hartz-IV-Rebellin“ bekannt geworden.
Inge Hannemann ist als „Hartz-IV-Rebellin“ bekannt geworden.

Die Linken-Abgeordnete tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bekannt geworden war sie als Mitarbeiterin des Jobcenters.

shz.de von
10. Mai 2017, 11:22 Uhr

Hamburg | Die bundesweit als „Hartz-IV-Rebellin“ bekanntgewordene Linken-Bürgerschaftsabgeordnete Inge Hannemann legt ihr Mandat aus gesundheitlichen Gründen zum 31. Juli nieder. „Ich bedaure meinen notwendigen Rücktritt sehr und wünsche meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger viel Kraft, Ausdauer und viel Erfolg in der oppositionellen Arbeit“, erklärte Hannemann am Mittwoch in Hamburg. Hannemann hatte sich vor ihrer Wahl in die Hamburgische Bürgerschaft als Mitarbeiterin des Jobcenters Hamburg-Altona geweigert, Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose zu verhängen.

Die Fraktionsvorsitzenden Cansu Özdemir und Sabine Boeddinghaus zeigten sich bestürzt über „Inges schwere Erkrankung“. Die Fraktion verliere mit ihr eine zuverlässige und überaus engagierte Kollegin. „Uns werden nicht nur ihre Fachkenntnisse fehlen, sondern auch ihre Energie und ihre Herzlichkeit.“ Hannemanns Nachfolgerin wird nach Fraktionsangaben voraussichtlich die Eimsbüttler Bezirksabgeordnete Manuela Pagels.

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