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Börsengang in dieser Woche : Hapag Lloyd: Aktienpreis liegt bei 20 Euro

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Der hakelige Börsengang der Reederei Hapag-Lloyd soll in dieser Woche doch noch erfolgreich über die Bühne gehen. Das Unternehmen ist den Investoren entgegen gekommen, um seine Aktien an den Mann zu bringen.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2015 | 20:38 Uhr

Hamburg | Der Schifffahrtskonzern Hapag-Lloyd hat seinen Börsengang mit letzter Kraft geschafft. Die angebotenen Aktien seien für 20 Euro je Stück verkauft worden, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Das ist das untere Ende der bereits gesenkten Preisspanne von 20 bis 22 Euro. Zuvor hatte Hapag noch 23 bis 29 Euro haben wollen. Der angepeilte Bruttoemissionserlös von 300 Millionen US-Dollar wurde wegen der angehobenen Aktienzahl dennoch erreicht.

Neben den von ursprünglich 11,5 auf 13,2 Millionen Anteilscheinen erhöhten Zahl an neuen Papieren wurden auch knapp zwei Millionen Aktien aus dem Bestand des Alteigentümers Tui verkauft.

Wie bereits zuvor bekannt gegeben, beteiligen sich die Kernaktionäre Kühne und CSAV mit je 30 Millionen Dollar an der Kapitalerhöhung. Der erste Handelstag für die Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse ist für Freitag (6. November) vorgesehen.

Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) erklärte am Dienstag: „Der Börsengang von Hapag-Lloyd ist trotz des niedrigen Emissionspreises ein wichtiger Schritt für das Unternehmen, das sich damit neue Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft eröffnet.“ Die Stadt Hamburg wie auch die anderen Aktionäre könnten in Zukunft von der Möglichkeit profitieren, Aktien zu verkaufen, ohne die Stabilität von Hapag-Lloyd zu gefährden, sagte Tschentscher.

Hapag-Lloyd will von dem Geld Schiffe und Container kaufen.

Vermutlich - ein entsprechender Beschluss des Vorstands liegt noch nicht vor - würde Hapag-Lloyd mit dem Erlös aus dem Börsengang erstmals in das Segment der Schiffe mit rund 19 000 oder 20 000 Containern (TEU) Tragfähigkeit einsteigen, den größten Schiffen der Welt. Sie werden vor allem auf der Route zwischen Asien und Europa eingesetzt, wo auch die Frachtraten am niedrigsten sind. Die Reedereien sind deshalb auf besonders effiziente und konkurrenzfähige Schiffe angewiesen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

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