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G20-Gipfel in Hamburg im Juli : Handelsverband Nord: Geschäftsinhaber wegen möglicher Krawalle verunsichert

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Wo werden Demonstrationen entlanglaufen und welche Straßen sind betroffen? Die Branchensprecherin mahnt zur Mäßigung.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 07:33 Uhr

Hamburg | Hamburgs Einzelhändler sehen dem G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im Juli in Hamburg mit gemischten Gefühlen entgegen. „Gelassenheit ist das Gebot der Stunde“, sagte die Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord in Hamburg, Brigitte Nolte, und mahnte eine sachgerechte Diskussion an.

Am 8. Juli, einem Samstag, werden zu der Hauptkundgebung gegen das G20-Treffen mehr als 100.000 Demonstranten erwartet.

Schließlich hat es nach Angaben der Einzelhandelsvertreterin bei ihr schon Anfragen von Geschäftsinhabern gegeben, ob während der Gipfeltage am 7. und 8. Juli die Schaufenster verbarrikadiert werden sollten. „Derzeit sind einige verunsichert ob dessen, was auf sie zukommt.“ Jedoch werde am Ende jeder selbst entscheiden müssen, ob er sein Geschäft schließt, was folglich Auswirkungen auf den Umsatz haben werde, berichtete Nolte.

Nach Polizeiplänen für Demonstrationsverbote fast in der gesamten Hamburger Innenstadt während des G20-Gipfels hatte der Senat das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ausdrücklich garantiert. „Jeder, der hier gewaltfrei demonstrieren will, wird dazu die Möglichkeit haben“, sagte Justizsenator Till Steffen (Grüne) in der Bürgerschaft.

Gipfelgegner hatten sich jüngst bei einer Aktionskonferenz auf ihre Proteste im Juli vorbereitet. Allerdings stehe noch nicht definitiv fest, wo Demonstrationsrouten entlanglaufen werden, vieles sei noch Spekulation, sagte Nolte. Sie appellierte wie der FDP-Fachsprecher für Inneres, Carl Jarchow, an alle, verbal abzurüsten.

Die Sprecherin forderte die Einzelhändler auf, sich bis zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs so gut wie möglich zu informieren. Die Polizei wolle am 5. Mai in der Handelskammer Gewerbetreibende unterrichten.

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