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Hamburg-Wahl 2015 : Wahlkampf auf der Zielgeraden: Politprominenz in Hamburg erwartet

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Sigmar Gabriel, Claudia Roth, Gregor Gysi und Bernd Lucke wollen um die unentschlossenen Wähler kämpfen.

Hamburg | Wahlkampfendspurt in Hamburg: Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl bieten die alleinregierende SPD, die Grünen, die Linken und die rechtskonservative AfD am Donnerstag im Werben um Wählerstimmen noch einmal alles. Sämtliche Parteien haben sich dazu Bundesprominenz aus Berlin eingeladen.

Die CDU war bereits am Mittwoch mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf die Wahlkampf-Zielgerade eingebogen, die FDP wartet damit noch bis Freitag. Bei der Bürgerschaftswahl geht es vor allem um drei Fragen: Behält die SPD ihre absolute Mehrheit? Bleibt die FDP im Parlament? Und zieht die AfD erstmals in ein westdeutsches Landesparlament ein?

Bürgermeister Olaf Scholz und seine SPD haben sich für 18 Uhr den SPD-Bundesvorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in das Cruise Center in der Hafencity geladen, um noch einmal zu punkten. Begleitet wird er von Nordrhein-Westfalens Regierungschefin Hannelore Kraft. Die Grünen treffen sich bereits am Nachmittag (15 Uhr) vor dem Bahnhof Altona mit der Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth, die Linken bieten am Abend (19 Uhr) in der Markthalle Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi auf - während sich die AfD-Anhänger in der Friedrich-Ebert-Halle (19 Uhr) um Parteichef Bernd Lucke und den Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel scharen.

Umfragen sagen einen klaren SPD-Sieg voraus. Bis zu 46 Prozent prognostizieren die Meinungsforscher. Unsicher ist jedoch, ob es für eine absolute Mehrheit reicht. 2011 hatten der SPD dafür 48,4 Prozent gereicht. Allerdings zogen damals nur fünf Parteien in die Bürgerschaft ein. Diesmal könnten es mit der AfD, die in Umfragen wie die FDP mit 5 bis 6 Prozent verortet wird, erstmals in der Geschichte sechs werden - was wiederum dazu führen würde, dass die SPD ihre absolute Mehrheit verlöre. Dann will Scholz mit den Grünen regieren, die wie schon 2011 derzeit bei rund 11 Prozent liegen.

Voraussichtlich keine Rolle bei der Regierungsbildung spielen die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Dietrich Wersich sowie die Linken mit ihrer Frontfrau Dora Heyenn. Die CDU kann Umfragen zufolge am Sonntag nur mit 18 bis 19 Prozent rechnen, was noch unter dem historisch schlechtesten CDU-Ergebnis von 2011 läge, als die Partei trotz des Amtsbonus von CDU-Bürgermeister Christoph Ahlhaus von 42,6 (2008) auf 21,9 Prozent abstürzte. Die Linken dagegen können nach jeweils 6,4 Prozent bei den Wahlen 2008 und 2011 auf bis zu 9,5 Prozent hoffen.

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erstellt am 12.Feb.2015 | 06:47 Uhr

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