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Hamburg-Wahl 2015 : Trotz knapper Umfragewerte: FDP zeigt sich siegessicher

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Für FDP-Bundeschef Lindner ist die Hamburg-Wahl von enormer Bedeutung. Kann sich Suding in der Hansestadt behaupten, wäre eine lange Durststrecke für die Liberalen vorerst beendet.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 19:39 Uhr

Hamburg | Hamburgs FDP geht trotz knapper Umfragewerte zuversichtlich in die Bürgerschaftswahl am Sonntag. „Wir wollen mit einem sehr, sehr starken Ergebnis in die Bürgerschaft einziehen“, sagte Spitzenkandidatin Katja Suding am Freitagabend unter dem Beifall ihrer Anhänger. Der aus Nordrhein-Westfalen angereiste Bundesparteichef Christian Lindner mahnte: „Es geht bei dieser Wahl nicht um uns als freie Demokraten. (...) Am Sonntag geht es um Hamburg.“

Umfragen sehen die FDP bei derzeit fünf bis sechs Prozent .„Machen Sie die FDP stark, damit Hamburg nicht den Grünen ausgeliefert wird“, forderte Lindner. Das sei auch ein Zeichen nach Berlin, dass die Sozialdemokratisierung Deutschlands ein Ende haben müsse. Das Nein von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zu einer sozialliberalen Koalition in Hamburg nannte Suding einen schweren taktischen Fehler. „Es ist im Prinzip eine Einladung an die Grünen (...), den Koalitionsvertrag zu diktieren.“ Scholz hat angekündigt, im Fall eines Verlusts der absoluten Mehrheit mit den Grünen regieren zu wollen. Eine Koalition mit der FDP oder der CDU schloss er aus.

Suding, Lindner und auch der aus Kiel angereiste FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki beklagten eine schlechte Bildungspolitik und forderten zudem bessere Bedingungen für Unternehmensgründungen. Gleichzeitig kritisierten sie auch die Pegida-Bewegung und die AfD als eine Partei der schlechten Laune und der Ressentiments.

Die FDP Hamburg war 2011 nach sieben Jahren außerparlamentarischer Opposition aus dem Stand mit 6,7 Prozent in die Bürgerschaft zurückgekehrt. Verantwortlich dafür war vor allem die damals politisch gänzlich unbekannte Suding. In der Folge behauptete sie sich als Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft.

Außerdem boxte sie sich innerparteilich gegen die damalige Parteivorsitzende Sylvia Canel durch und wurde zudem Hamburger FDP-Vorsitzende. Canel ist inzwischen Bundesvorsitzende der Neuen Liberalen, die ebenfalls bei der Bürgerschaftswahl antreten.

Im Wahlkampf machte die FDP viel durch Aktionen abseits der eigentlichen Tagespolitik von sich reden. So prangte auf Plakaten neben Sudings Kopf der Slogan „Unser Mann für Hamburg“, ein anderes Mal ließ sich die Fraktionsvorsitzende vom People-Magazin „Gala“ mit zwei Parteifreundinnen als „Engel für Lindner“ ablichten.

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