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CCH-Umbau : Hamburgs „Congress Centrum“: Drinnen und draußen wird alles neu

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Es soll das größte Kongresszentrum seiner Art in Europa werden – und drumherum wird's grün.

Hamburg | Passanten können es beim Blick auf das Betongerippe schon ahnen: Hamburg frischt sein Congress Centrum gehörig auf. Nach Abschluss des begonnenen Umbaus wird in und um das CCH fast nichts mehr sein wie bisher. „Wir schaffen das größte Kongresszentrum seiner Art in Europa“, kündigte Projektleiter Edgar Hirt am Dienstag bei der Eröffnung eines CCH-Showrooms zur Kundenwerbung an. Ab 2019 sollen in dem runderneuerten Komplex am Dammtor auf vier Stockwerken 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 12.000 Quadratmeter Foyerfläche sowie 12.000 Sitzplätze in 50 Sälen zur Verfügung stehen. 

Das 1973 eröffnete CCH war arg in die Jahre gekommen. Nicht nur optisch, auch hinsichtlich der Raumaufteilung genügte das Gebäude den Ansprüchen an moderne Tagungsort-, Kongress- und Kulturstätten immer weniger. Hamburg entschloss sich zu einem de-Facto-Neubau am bisherigen Standort, Kosten: knapp 200 Millionen Euro. Seit Jahresbeginn läuft die aufwändige Entkernung. Im Sommer 2019 soll das neue CCH fertig sein.

Was Besucher und Veranstalter in zweieinhalb Jahren erwartet, können potenzielle Kunden nun im Showroom anhand von Fotos, Plänen und Animationen plastisch erleben. Hingucker ist eine „Hologramm-Pyramide“ mit einem virtuellen, freischwebenden Architekturmodell. Veranstalter können das Congress Centrum aus allen Blickwinkeln mit allen Raum- und Flächenkonfigurationen betrachten. Über einen interaktiven Flatscreen lässt sich zudem digital durchs modernisierte Gebäude schlendern. Derartige Werbeangebote weit vor der Wiedereröffnung seien im Kongressgeschäft unerlässlich, betonte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Veranstalter buchen Austragungsstätten meist mehrere Jahre im Voraus. Auch fürs kommende CCH liegen laut Projektleiter Hirt bereits 27 feste Buchungen vor.

<p>Ansicht des umgestalteten DAG-Hammarskjöld-Platzes hinter dem Dammtor-Bahnhof.</p>

Ansicht des umgestalteten DAG-Hammarskjöld-Platzes hinter dem Dammtor-Bahnhof.

Foto: POLA Landschaftsarchitekten
 

Auch das Umfeld des CCH wird in einigen Jahren nicht wiederzuerkennen sein. Der Senat hat gestern eine Umwandlung des angrenzenden Bereichs in Grünflächen endgültig beschlossen. Vorgesehen ist, den „Canyon“ der Tiefgaragenzufahrt an der Marseiller Straße zuzuschütten und in den City-Park Planten in Blomen einzugliedern. Wer künftig in die CCH-Garage will, muss die Zufahrt über die Tiergartenstraße nutzen. Auch der Dag-Hammarskjöld-Platz hinter dem Dammtor-Bahnhof wird begrünt. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne): „Es kommt selten vor, mitten in der Innenstadt eine Betonwüste zur Grünfläche zu machen. Deswegen freue ich mich darüber sehr." Kosten: 18,6 Millionen Euro.

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erstellt am 30.Mai.2017 | 19:57 Uhr

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