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Rebecca Stache : Hamburgerin will beste Sekretärin Deutschlands werden

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Aus der Onlineredaktion

Rebecca Stache arbeitet als persönliche Assistentin. Mit Kaffeekochen oder anderen Sekretärinnen-Klischees hat das aber wenig zu tun – das will sie bei einem Wettbewerb beweisen.

Hamburg | Rebecca Stache ist eine echte Power-Frau: Die 32-Jährige aus Hamburg hat zwei kleine Kinder und arbeitet halbtags als persönliche Assistentin des Vorsitzenden der Geschäftsführung bei der HafenCity Hamburg. Das städtische Unternehmen ist für die Entwicklung und Realisierung von Hamburgs neuestem Stadteil verantwortlich. Doch der Job allein reicht der jungen Frau nicht, sie will mehr, einen Titel – den der besten Sekretärin Deutschlands 2014.

Beim gleichnamigen Wettbewerb steht die Hamburgerin am Mittwoch mit neun anderen Bürotalenten im Finale. Kaffeekochen ist dabei keine Disziplin, das ist der 32-Jährigen wichtig. Stattdessen werden Stressresistenz, Organisationstalent und Allgemeinwissen getestet. „Im vergangenen Jahr bestand eine Aufgabe darin, die Queen persönlich davon zu überzeugen, dass Baby George zur Werbeikone für Haar-Shampoo aufgebaut wird“, erinnert sich Stache. Das sei zwar nicht unbedingt realitätsnah, aber erfordere jede Menge diplomatisches Geschick.

Ihre Chancen kann die Hamburgerin schwer einschätzen: „Ich kenne die anderen ja nicht, aber ich werde versuchen, einfach meinen Job zu machen.“ Und der sieht so aus: Arbeitsbeginn ist um halb acht, meistens ist Rebecca Stache aber schon um kurz nach sieben im Büro. „Dann verschaffe ich mir schnell einen Überblick, was am Tag wichtig wird“, erklärt Stache. Nach einem Gespräch mit ihrem Chef hat sie einen Berg voll Arbeit: Reisen buchen, Termine koordinieren, Meetings organisieren, Unterlagen für Vorträge zusammenstellen – jeder Tag sei anders. Kaffeekochen stehe allein deshalb schon nicht auf der Tagesordnung, weil ihr Chef Tee trinke, scherzt die 32-Jährige. Als wichtigste Eigenschaft einer Sekretärin nennt sie proaktives Handeln. „Am besten immer drei Schritte vorausdenken, selbstständig arbeiten, das ist ganz wichtig“, sagt Stache.

Von der Jury wurde diese hohe Motivation, Staches Loyalität und ihre Liebe zum Beruf betont. „Diese Eigenschaften machen die 32-Jährige zu einer Top-Kandidatin für den Titel Beste Sekretärin Deutschlands“, erklärt Mitorganisator Benjamin Kolthoff. Mit ihren fundierten Abschlüssen in den Bereichen Wirtschaftsassistenz, Sekretariat, Management Assistenz, International Administration and Management und Personalassistenz sowie vielen Jahren Berufserfahrung als Sekretärin und Assistentin – von Teamassistenz bis zur Geschäftsführungsebene – sei Rebecca Stache erfahren in allen Themen rund um das Sekretariat und die Assistenz. Außerdem leite sie nebenbei noch die Regionalgruppe Hamburg des European Management Assistants.

Vorausgedacht hat die Hamburgerin auch bei ihrer Anmeldung. Eigentlich wollte sie schon im vergangenen Jahr an dem Wettbewerb teilnehmen, dann kam die Elternzeit dazwischen. Dass sie es jetzt bis ins Finale geschafft hat, freut sie unheimlich. Aus 250 Bewerbungen ist sie unter den besten zehn. Aus Schleswig-Holstein gab es keine Bewerberinnen. „Jetzt würde ich auch gerne unter die besten drei kommen“, gibt sich Stache ehrgeizig – denn die bekommen außer Sachpreisen zusammen ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro.

Der europaweit tätige Büroartikelhersteller Leitz veranstaltet den Wettbewerb 2014 bereits zum neunten Mal. Mit der Auszeichnung der besten Sekretärin soll das Ansehen des in vielen Kreisen immer noch stark unterschätzen Berufsbildes gestärkt werden. Rebecca Mir, bekannt aus Let’s Dance und Germany’s Next Topmodel, wird den Teilnehmerinnen dabei zur Seite stehen. Sie moderiert den Contest und wird auch selbst bei einer der vielseitigen Aufgaben aktiv werden.

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erstellt am 21.Okt.2014 | 17:39 Uhr

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