Islamischer Staat : Hamburger Verfassungsschutz: Gefahr von Anschlägen in Europa steigt

Ein IS-Mitglied zeigt Kindern den Kampf mit der Waffe.
Ein IS-Mitglied zeigt Kindern den Kampf mit der Waffe.

Eine besondere Gefahr geht laut Verfassungsschutzchef Torsten Voß von Kindern aus.

shz.de von
27. Dezember 2017, 15:34 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Sicherheitsbehörden warnen vor neuen Gefahren durch Islamisten. Je stärker die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien territorial zerfalle, desto höher werde tendenziell das Risiko von Anschlägen in Europa, sagte Verfassungsschutzchef Torsten Voß dem „Hamburger Abendblatt“. Nicht nur erwachsene Islamisten, sondern auch die Kinder von Kämpfern könnten gefährlich sein: „Es besteht Anlass zu der Sorge, dass eine neue Generation des Dschihad heranwächst.“ Die Minderjährigen, die in den Kriegsgebieten gelebt hätten, seien oft massiver und professioneller Propaganda unterzogen worden.

Angesichts der militärischen Verluste der Terrormiliz würden sie in Zukunft möglicherweise verstärkt nach Europa geschickt. „Darauf müssen wir auch in Hamburg vorbereitet sein“, sagte Voß. Der Verfassungsschutz hat die Sozialbehörde eingeschaltet, um eine Strategie zu entwickeln. Es handele sich um eine Aufgabe, die nicht allein von Sicherheitsbehörden zu bewältigen sei, betonte Voß. Vielmehr müssten Staat und Gesellschaft „diese Bedrohung entschärfen“.

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