Verkehrsbeeinträchtigungen : Hamburger Straßennetz – das sind die Baustellen 2018

Zusätzlich zu den Baumaßnahmen im Zuge des A7-Ausbaus werden die Autofahrer in 2018 mit Einschränkungen rechnen müssen.

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23. Februar 2018, 15:20 Uhr

Hamburg | Autofahrer müssen sich auch in diesem Jahr rund um Hamburg auf zahlreiche Baustellen und Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen. Im vergangenen Jahr habe es etwa 140 größere Baumaßnahmen auf den Autobahnen im Großraum Hamburg und rund 1200 auf strategisch wichtigen Straßen der Hansestadt gegeben, sagte der Staatsrat der Verkehrsbehörde, Andreas Rieckhof, am Freitag.

Eine ähnliche Größenordnung strebt die Behörde auch in diesem Jahr an: „Auf diesem Niveau wollen wir weitermachen.“ Rieckhof betonte: „Nach der Baustelle ist vor der Baustelle.“ Neben den zahlreichen Baumaßnahmen im Zuge des A7-Ausbaus, der mit Volldampf vorangehe, dürfte vor allem die sechswöchige Vollsperrung der A24 ab dem Horner Kreisel in den Sommerferien die Autofahrer belasten. Es sei der schwerste Eingriff in diesem Jahr, sagte Rieckhof. Die Instandsetzung sei aber zwingend nötig. Etwa 100 Millionen Euro investiere Hamburg in diesem Jahr insgesamt für Straßenarbeiten.

In diesem Jahr müssen sich Autofahrer in der Hansestadt auf mehrere Dutzend großer, über Wochen andauernde Straßensanierungen einstellen. In den allermeisten Fällen gibt es Sperrungen einzelner Fahrspuren und Temporeduzierung, manchmal auch Vollsperrungen.

Ein Überblick der wichtigsten Baustellen:

  • A 24: Die Autobahn ist vom 8. Juli bis 19. August für sechs Wochen voll gesperrt. Zwischen Horner Kreisel und Kreuz Ost an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein werden die Deckschicht und die Verbindungsrampen zwischen A24 auf A1 erneuert. Die Planer entschieden sich gegen eine halbjährige Bauphase bei rollendem Verkehr und für die Vollsperrung in den Sommerferien. Verkehrskoordinator Christian Merl: „Es hat keinen Sinn, 27 Wochen lang Staus bis auf die A1 zu produzieren.“ Die Umleitung erfolgt über die B5 ab Anschlussstelle Billstedt.
  • Elbtunnel (A7): Sperrungen der Röhren 3 (9. bis 23. April) und 2 (10. bis 23. September) 
  • A 7 nördlich des Elbtunnels: Fortsetzung des Ausbaus auf acht Fahrstreifen sowie Bau der Lärmdeckel Schnelsen und Stellingen.
  • A7 südlich des Elbtunnels: Vorbereitung des Neubau der Elbtunnel-Zufahrtsbrücke (K30) sowie Fertigstellung des Teststücks zur A7-Verbeiterung bei Moorburg.
  • A 1: Neuer Belag zwischen Billstedt und Moorfleet (Richtung Bremen), August bis Oktober.
  • A 253: Grundinstandsetzung Hohe Straße bis Harburg-Mitte, 9. April bis 31. Oktober.
  • Amsinckstraße: Neubau Brücke über den Mittelkanal, September 2018 bis Sommer 2021.
  • Vor dem Dammtorbahnhof: Umbau, bis Ende September.
  • Hamburger Straße: Leitungsarbeiten, bis Juni.
  • Stresemannstraße: 5. bis 12. März Einbahnstraße stadtauswärts.
  • Eimsbüttler Marktplatz/Fruchtallee: 20. bis 26. März.

Der Staatsrat wies jüngste Rankings zurück, nach denen Hamburg einen Spitzenplatz unter den deutschen Städten mit den meisten Staus einnimmt. Es gebe zwar eine belastende Situation. „Aber wir sind nicht Deutschlands Stau-Hauptstadt“, sagte er. In Hamburg hatte jeder Autofahrer einer Studie zufolge 2017 im Schnitt 44 Stunden im Stau gesteckt – Platz zwei im Negativranking hinter München.

Rieckhof räumte ein, dass bei den Sanierungen trotz aller Maßnahmen noch nicht die Trendwende eingeleitet sei. Der Senat habe es zwar geschafft, den Verfall der Hauptverkehrsstraßen zu stoppen. Es sei aber eigentlich das Ziel, ihren durchschnittlichen Zustand zu verbessern.

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