Tinnitus-Software von Sonormed : Hamburger Startup gewinnt US-Gründerpreis bei SXSW

Die Gründer des Startup-Unternehmens Sonormed (von links): Matthias Lanz, Jörg Land und Adrain Nötzel.
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Die Gründer des Startup-Unternehmens Sonormed (von links): Matthias Lanz, Jörg Land und Adrain Nötzel.

Das kleine Startup-Unternehmen Sonormed kennen bisher nur einige Branchen-Insider. Das könnte sich nun ändern.

shz.de von
16. März 2015, 13:56 Uhr

Austin | Eine in Deutschland entwickelte Methode zur Linderung von Tinnitus hat in den USA einen der wichtigsten Gründerpreise für junge Unternehmen gewonnen. Beim Musik-, Medien- und Technologie-Festival „South by Southwest“ (SXSW) in Austin im Bundesstaat Texas siegte das Hamburger Unternehmen Sonormed am Sonntagabend (Ortszeit) in der Kategorie „Gesundheit“.

Der Preis des „SXSW Accelerator“ ist nur mit 4000 Dollar (3800 Euro) dotiert, verschafft aber breite Aufmerksamkeit bei Investoren. Der Gründerpreis wird für neue Technologien in sechs Kategorien vergeben. Seit 2009 haben Unternehmen aus dem Gründerprogramm laut Organisatoren später rund 1,7 Milliarden Dollar an Investitionsgeldern einwerben können. Das Technologie-Festival gilt als Sprungbrett für Startups. Auch Twitter oder Foursquare konnten auf der „SXSW“ erstmals ein größeres Publikum überzeugen.

Das von der Firma entwickelte Verfahren „Tinnitracks“ passt die Frequenz von Musik so an, dass der Dauerton im Ohr bei regelmäßigem Hören gemindert wird oder ganz verschwindet. Die Auszeichnung könne der Auftakt für eine Erweiterung des Angebots auf den US-Markt sein, sagte Gründer Jörg Land nach der Verleihung.

Sonormed hatte sich in Austin in einer Runde von 48 Finalisten aus aller Welt durchgesetzt. Das Unternehmen hoffe, so viele Tinnitus-Betroffene anzusprechen. „Wir stellen ihnen eine Therapieoption zur Verfügung, bei der sie ihre eigene Musik nutzen und mit der sie selbst bestimmen können, wann sie sich therapieren“, sagte Gründer Land. Das Hamburger Unternehmen kooperiert mit dem Kopfhörer-Hersteller Sennheiser und will seinen Dienst auch über das Smartphone anbieten. Der Service per Android- oder iOS-App soll 19 Euro pro Monat kosten.

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