Shitstorm gegen Sarah Rambatz : Hamburger Linken-Kandidatin räumt Listenplatz wegen Facebook-Post

Sarah Rambatz.

Sarah Rambatz.

Rambatz bat um „antideutsche Filmempfehlungen“ in denen „Deutsche sterben“. Das blieb nicht lange unbemerkt.

shz.de von
07. September 2017, 08:29 Uhr

Hamburg | Zwei Wochen vor der Bundestagswahl räumt die Linken-Kandidatin Sarah Rambatz ihren Listenplatz in Hamburg. Grund ist ein Facebook-Post, in dem sie andere Mitglieder um „antideutsche Filmempfehlungen“ bat - am besten solche, in denen „Deutsche sterben“. Als Konsequenz zieht sich Rambatz aus dem Wahlkampf zurück, wie die 24-Jährige am Mittwochabend via Facebook bekanntgab. Sie stand in Hamburg auf Listenplatz fünf ihrer Partei. Der Platz bietet kaum eine Perspektive auf ein Mandat.

 

Die Hamburger Linke ging auf Distanz zu Rambatz. Spitzenkandidat Fabio de Masi sagte dem Norddeutschen Rundfunk, er bekomme „das kalte Kotzen“, die Äußerung von Rambatz sei keine linke Position.

Die 24-Jährige bezeichnete ihren Post in der Stellungnahme als „dumme, unbedachte Aktion“, die ihr „in dieser Form“ kein zweites Mal passieren werde. Sie habe den Eintrag bewusst überspitzt formuliert, akzeptiere aber, dass viele eine andere Lesart darin sehen.

Der Eintrag hatte zu einer Welle der Empörung in Sozialen Netzwerken geführt. Rambatz wurde mit Mord und Vergewaltigung gedroht. In ihrer Stellungnahme nannte sie Beispiele wie: „Geh dich weghängen, eine Deutsche weniger.“ Oder: „Für mich gehörst Du zwangssterilisiert und abgeschoben.“

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