Landtagswahl 2020 : Hamburger Linke schließt Koalition mit der SPD nicht aus

Sabine Boeddinghaus (r) und Cansu Özdemir (beide Die Linke). /Archiv
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Sabine Boeddinghaus (r) und Cansu Özdemir (beide Die Linke). /Archiv

Die Linke will aus der Opposition. In Hamburg würde die Partei gerne mitregieren.

shz.de von
14. April 2018, 16:52 Uhr

Hamburg | Bei der Landtagswahl 2020 in Hamburg will sich die Partei Die Linke nicht von vornherein auf die Oppositionsarbeit festlegen. Das kündigten die beiden Fraktionsvorsitzenden der Linken in der Bürgerschaft, Sabine Boeddinghaus und Cansu Özdemir, in der Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ an. „Unsere klar formulierte Oppositionsrolle {...} können wir in zwei Jahren vielleicht nicht mehr durchhalten“, sagte Boeddinghaus. Özdemir ergänzte: „Wir werden in Hamburg und auch anderswo nicht den Luxus haben, von vornherein alles auszuschließen, um nur unser Ding machen zu können. Dazu sind die Mehrheiten zu unklar geworden.“

„Wir wären nicht glaubwürdig, wenn wir erneut von Anfang an sagen würden, dass wir keinesfalls bereit wären für Gespräche mit der SPD“, meinte Boeddinghaus. Die Partei sei ehrgeizig und würde auch noch mehr erreichen wollen. Gesprächen über wichtige Themen wie die Armutsbekämpfung würde sich die Partei nicht verschließen. Hamburg wird von einer rot-grünen Koalition regiert, in der Opposition sind neben den Linken die CDU, die FDP und die AfD vertreten.

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