Antonia Niecke : Hamburger JU-Vorsitzende gegen Merkel als CDU-Chefin bis 2021

Antonia Niecke hat den Eindruck, gerade Merkels ungewollte Abschiedstournee zu erleben.

Antonia Niecke hat den Eindruck, gerade Merkels ungewollte Abschiedstournee zu erleben.

Sie sei vom Merkel-Fan zur Kritikerin geworden, schreibt Niecke. Merkel stehe einem politischen Aufbruch im Weg.

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13. Februar 2018, 10:39 Uhr

Hamburg | Die Vorsitzende der Jungen Union (JU) Hamburg, Antonia Niecke, will nicht, dass Kanzlerin Angela Merkel bis 2021 Parteichefin der CDU bleibt. „Vier weitere Jahre mit Angela Merkel an der Spitze stehen einem politischen Aufbruch im Weg“, schrieb Niecke in einem Gastbeitrag für die „Hamburger Morgenpost“. Es sei Zeit, die CDU für die Zukunft aufzustellen. „Ich möchte wissen, wo wir stehen, heute, morgen und im nächsten Wahlkampf, denn dieser kann schneller kommen als gedacht.“ Sie sei im Laufe der Jahre vom Merkel-Fan zur Kritikerin geworden, schrieb Niecke.

Sie habe langsam den Eindruck, gerade Merkels ungewollte Abschiedstournee zu erleben. „Und bisher ruft auf dieser Tournee kaum einer 'Zugabe'“, schrieb die 26-Jährige. Der Landesvorstand des Hamburger CDU-Nachwuchs um Niecke hatte in der vergangenen Woche beschlossen, eine „GroKo um jeden Preis“ abzulehnen.

Merkel hatte am Sonntag in einem ZDF-Interview eine personelle Erneuerung in Partei und Regierung angekündigt. Zugleich sagte sie, dass sie im Falle eines Zustandekommens der Koalition von Union und SPD volle vier Jahre Kanzlerin bleiben wolle. Das gelte auch für den Parteivorsitz.

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