Vorwurf der Terrorpropaganda : Hamburger Ilhami A. in Türkei zu Haftstrafe verurteilt

Nach offiziellen Angaben sitzen zurzeit sieben Deutsche „aus politischen Gründen“ in türkischen Gefängnissen.
Nach offiziellen Angaben sitzen zurzeit sieben Deutsche «aus politischen Gründen» in türkischen Gefängnissen.

Ilhami A, der in der Türkei seine kranke Mutter besuchte, darf das Land nicht verlassen.

shz.de von
14. September 2018, 13:16 Uhr

Istanbul/Hamburg | Der Deutsche Ilhami A. ist in der Türkei wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe von drei Jahren und eineinhalb Monaten verurteilt worden. Das bestätigte sein Anwalt Ercan Yildirim am Freitag. Ilhami A. lebt in Hamburg. Der 46-Jährige wurde vor einem Monat in der osttürkischen Provinz Elazig verhaftet. Dort besuchte er nach Angaben des Senders NDR seine kranke Mutter.

Yildirim legte Berufung ein. Sein Mandant müsse die Haftstrafe bis zu einer Entscheidung des Kassationsgerichtes zwar nicht antreten, dürfe aber die Türkei nicht verlassen, sagte der Anwalt. Ihm sei eine Ausreisesperre auferlegt worden. Das Gericht habe es als erwiesen angesehen, dass Ilhami A. über Facebook Propaganda für Terrororganisationen verbreitet habe, berichteten NDR, WDR und SZ.

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