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Nur leichter Fahrgast-Zuwachs : Hamburger Hochbahn: 438 Millionen Fahrgäste in 2014

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Mit nur noch 0,6 Prozent Wachstum flaute sich der Fahrgast-Zuwachs im vergangenen Jahr ab.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2015 | 14:40 Uhr

Hamburg | Mit rund 438 Millionen Fahrgästen hat die Hamburger Hochbahn 2014 in Bussen und U-Bahnen so viele Menschen wie nie zuvor befördert. Allerdings hat sich die Zuwachsrate mit O,6 Prozent verglichen mit den Vorjahren deutlich verringert. Hochbahn-Chef Günter Elste rechnet in der an Einwohnern wachsenden Hansestadt aber auch künftig mit einer steigenden Nutzung des Angebots. Die jüngste Abschwächung führte er am Montag unter anderem auf gesunkene Benzinpreise für Autofahrer und mehr Radfahrer zurück. Rund 1,2 Millionen Menschen sind werktags mit der Hochbahn unterwegs. Der Anteil der Schwarzfahrer liege bei 2,9 Prozent, berichtete Elste.

Mit Investitionen in den barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Stationen sowie des Streckennetzes wappnet sich die Hochbahn für weiteres Wachstum. 2015 werden 63 Prozent der 91 U-Bahn-Haltestellen barrierefrei sein, 2017 geplant 74 Prozent. 32 Millionen Euro fließen seit 2011 in diese Umbauten.

Im U-Bahn-Netz ist auf der Linie U1 die Station Oldenfelde in Planung. Wenn es möglich ist, soll die U4 mit zwei weiteren Stationen von der Horner Rennbahn aus gen Osten fortgeführt werden. Ihre aktuelle Verlängerung zu den Elbbrücken liege im Zeit- und Kostenplan, berichtete Elste. Der Streckenabschnitt soll 2018 in Betrieb gehen. Vorsorglich wird das nächste Teilstück bis auf den Kleinen Grasbrook geplant, dem vorgesehenen Olympia-Gelände. Nach Angaben von Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) soll das U-Bahn-Netz bis Anfang der 2030er Jahre insgesamt um ein Drittel erweitert werden.

Die Umsatzerlöse stagnierten 2014 bei rund 424 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag betrug - bei einem Kostendeckungsgrad von unverändert 90 Prozent - 55,4 Millionen Euro (2013: 53,5 Mio). Er wird von der Stadt ausgeglichen. Im Branchenvergleich sei die Hochbahn einer der effizientesten Verkehrsbetriebe, sagte Horch. 60 Prozent der Kosten sind durch den Ticket-Verkauf gedeckt, hinzu kommen Erlöse aus Vermietung, Verpachtung und Beteiligungen.

Der in den Ruhestand tretende Hochbahn-Chef Elste wird zum 1. Februar 2016 von Henrik Falk, Finanz-Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe, abgelöst.

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