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Angriff auf Polizisten : Hamburger Hauptbahnhof: Rostocker Fußball-Fans rasten aus

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Als die Polizei einen Randalierer festnimmt, eskaliert die Lage. 60 Fußball-Fans versuchen den Mann zu befreien.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2016 | 15:28 Uhr

Hamburg | Anhänger des F.C. Hansa Rostock haben am Samstagabend für einen Großeinsatz der Polizei am Hamburger Hauptbahnhof gesorgt. 61 Personen seien in Gewahrsam genommen worden, teilt die Bundespolizei am Sonntag mit.

„Nach der Spielbegegnung des 1. FSV Mainz 05 II gegen den FC Hansa Rostock randalierten Fußball-Chaoten des FC Hansa Rostock im Hamburger Hauptbahnhof und griffen eingesetzte Streifenbeamte der Bundespolizei an“, heißt es weiter. Gegen 22.35 Uhr seien circa 130 Rostocker, die auf der Rückreise Aufenthalt in Hamburg hatten, in der Wandelhalle unterwegs gewesen. Als 60 von ihnen in einen Lebensmittelmarkt gingen, kam es zu ersten Ausschreitungen.

Das Sicherheitspersonal des Ladens untersagte einigen Personen der Gruppe wegen aggressiven Verhaltens den Zutritt. Daraufhin seien mindestens zwei Mitarbeiter des Marktes aus der Gruppe heraus mit Schlägen und Tritten attackiert worden.

Die alarmierte Polizei wurde mit Flaschen beworfen. Als ein Randalierer festgenommen wurde, versuchten 60 andere ihn aus dem Gewahrsam zu befreien. „Unter dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock gelang es den eingesetzten Bundespolizisten, trotz massiver Angriffe, fußläufig mit dem festgenommenen Rostocker das Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof zu erreichen“, berichtet ein Polizeisprecher. Doch selbst am Eingang zur Polizeiwache attackierten die Rostocker weiterhin die Polizeibeamten.

61 Personen der Rostocker Gruppierung wurden in Gewahrsam genommen; in entsprechenden „Bearbeitungsstraßen“ wurden die Personalien festgestellt und die Personen durchsucht.

Gegen 2.55 Uhr wurden die Festgenommen wieder freigelassen. Die Gruppe wurde von der Bundespolizei mit der Regionalbahn nach Hause begleitet.

Nach jetzigem Sachstand wurden trotz der massiven Übergriffe keine Polizeibeamten verletzt. Ermittlungen wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.

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