Grosse Elbstrasse : Hamburger Hafen: Feuer auf „Adler Princess“ - Silvesterfahrt fällt aus

Die Feuerwehr Hamburg war mit 40 Einsatzkräften vor Ort.
Die Feuerwehr Hamburg war mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

Ein Besatzungsmitglied bemerkte den Brand, als er auf Toilette ging.

shz.de von
17. Dezember 2016, 10:24 Uhr

Hamburg | Auf dem Fahrgastschiff „Adler Princess“ im Hamburger Hafen ist in der Nacht zum Samstag ein Feuer ausgebrochen. „Drei Crewmitglieder konnten das Schiff rechtzeitig verlassen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Morgen. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Sonst war niemand an Bord der gut 40 Meter langen „Adler Princess“. Verletzt wurde niemand.

Einer der drei Besatzungsmitglieder ging auf die Toilette und bemerkte daraufhin das Feuer im hinteren Teil des Hauptdecks.

Die Feuerwehr rückte mit 40 Mann an und löschte die Flammen. Es wurden mehrere Atemschutzgeräteträger und Belüftungsgeräte benötigt.  Nach ersten Erkenntnissen war eine elektrische Leitung im hinteren Bereich des Schiffes in Brand geraten. „Der Brandherd liegt wohl im Bereich der Kantine“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Die Polizei Hamburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die „Adler Princess“ gehört zur Reederei Adler Schiffe und kann für Veranstaltungen gebucht werden. Juliane Nissen-Hünding, Pressesprecherin der Reederei Adler-Schiffe, schätzt am Samstagvormittag den Schaden auf 100.000 Euro. Vermutlich sei ein Kabelbrand die Ursache des Feuers. Wie es mit dem Schiff weitergeht und wohin es gebracht wird entscheidet sich nach der Untersuchung durch die Kriminalpolizei. Derzeit sei die „Princess“ versiegelt.

Die geplante Silvesterfahrt der „Adler Princess“ am 31. Dezember ab Hamburg fällt aus. Im regulären Fahrplan der Reederei ist das Schiff eigentlich ab Mitte April 2017 wieder im Einsatz. Ob die „Princess“ bis dahin wieder flott ist, ist noch unklar. Juliane Nissen-Hünding: „Wir versuchen, sie schnellstmöglich wieder in Stand zu setzen. “

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert