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Übergabe an die Stadt Hamburg : Hamburger Elbphilharmonie: Blick in den Konzertsaal

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Auf der Zielgeraden: Am Donnerstag wird der Konzertsaal der Elbphilharmonie an die Stadt Hamburg übergeben. Der aktuelle Stand in Bildern.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2016 | 13:59 Uhr

Hamburg | Ein halbes Jahr vor der Eröffnung ist das „Herzstück“ der Elbphilharmonie, der große Konzertsaal, am Donnerstag vom Baukonzern Hochtief an die Stadt Hamburg übergeben worden. Der aktuelle Stand der Bauarbeiten im Konzertsaal in Bildern.

Am 11. und 12. Januar 2017 wird die Elbphilharmonie nach etlichen Querelen und fast zehnjähriger Bauzeit eröffnet. Die Kosten für den Steuerzahler stiegen von anfangs 77 auf 789 Millionen Euro.

Blick in den Konzertsaal

Foto: Axel Heimken, dpa

Der Saal mit 2150 Plätzen, der einmal zu den zehn besten der Welt gehören soll, ist nach dem Weinberg-Prinzip gebaut: In der Mitte befindet sich eine große Bühne. Wie Weinterrassen sind die Publikumsränge rund um das Podium angeordnet.

Das musikalische „Herzstück“ des Saals: die Orgel

Foto: Axel Heimken, dpa

In der Mitte des Konzertsaals steht der Spieltisch der Orgel. Neben Restarbeiten stehen in den nächsten Wochen die Abnahme des Saals und der technische Probebetrieb im Vordergrund. Im Spätsommer wird das NDR-Elbphilharmonie-Orchester unter Leitung von Thomas Hengelbrock erstmals proben.

Die Orgel in Zahlen

Foto: Axel Heimken, dpa

Die Konzertorgel wiegt 25 Tonnen und ist 15 Meter breit und 15 Meter hoch. Insgesamt bringen 4.765 Pfeifen die Orgel zum Klingen: Die Pfeifen sind in 84 Reihen mit jeweils bis zu 73 Pfeifen angeordnet. Die längste Pfeife ist circa zehn Metern hoch - die kleinste Pfeife misst elf Millimeter.

Hoch hinaus mit gleichmäßiger Akustik

Axel Heimken, dpa

Der große Konzertsaal der Elbphilharmonie soll einmal zu den zehn besten der Welt gehören.

Foto: Axel Heimken, dpa

Der Reflektor an der zeltförmigen Saaldecke sorgt dafür, dass sich der vom Orchester aufsteigende Klang gleichmäßig im gesamten Raum verteilt. Gleichzeitig beherbergt er einen Teil der Licht­- und Bühnentechnik. Fast jedes Detail im Konzertsaal ist einzigartig und wurde so noch nie gebaut - angefangen von der Wandverkleidung - der so genannten „weißen Haut“ - bis zur gläsernen Fassade.

Platzwahl

Foto: Axel Heimken, dpa

Die Ränge des Konzertsaals sind ineinander verwoben. Die steile Anordnung der Plätze soll allen Besuchern gute Sicht- ­und Hörverhältnisse bieten. Die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron haben die Pläne der Elbphilharmonie entworfen. Der Konzertsaal „schwebt“ aus Schallschutzgründen auf 362 Stahlfederpaketen und ist vom restlichen Gebäude entkoppelt, damit keine Geräusche vom Hafen in den Saal dringen können.

Blick auf die Bühne

Foto: Axel Heimken, dpa

Der Blick auf die Mitte des Saals: Hier werden in wenigen Monaten Dirigenten und Orchester aus aller Welt spielen. Für die Akustik im Großen Saal ist der Japaner Yasuhisa Toyota verantwortlich, der auch schon die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles geplant hat. Er wird in den nächsten Wochen nach Hamburg reisen und ausprobieren, ob sein Klangkonzept aufgeht.

„Wir sind endgültig auf der Zielgeraden. Der fulminante Start des Kartenverkaufs zeigt, wie groß nicht nur in der Stadt, sondern weit über Hamburg hinaus die Vorfreude auf die Eröffnung der Elbphilharmonie ist“, sagte Generalintendant Christoph Lieben-Seutter. Nach dem Übergabe-Termin am Donnerstag an die Stadt Hamburg folgt nur noch die Endabnahme des Gebäudes zum 31. Oktober, bevor das Konzerthaus im Hamburger Hafen am 11. Januar 2017 eröffnet wird.

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