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Geschichte von HH : Hamburger Domplatz soll bald Hammaburgplatz heißen

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Der mögliche neue Name ist der Anfang des Projekts „Hammaburg 2.0“ des Archäologischen Museums der Stadt.

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erstellt am 26.Jul.2017 | 16:16 Uhr

Hamburg | Der Domplatz soll Hammaburgplatz heißen: Das Archäologischen Museums Hamburg (AMH) will den neuen Namen beim Senat der Stadt beantragen und damit ein Zeichen setzen. Die Entdeckung der Hammaburg als Basis der Hansestadt ist dreieinhalb Jahre her, doch von der Burg unter den Füßen der Besucher des Platzes gibt es kaum Zeichen. Im Keller einer Bäckerei ist zwar eine kleine Außenstelle des Museums, doch die Materialien sind veraltet.

Die Umbennung sollte nicht allzu kompliziert werden. „Domplatz“ ist kein offizieller Name, auch keine umliegende Straße heißt so. Deshalb muss auch niemand seine Adresse ändern, weil dem Ursprung Hamburgs ein Denkmal gesetzt werden soll.

Der neue Name ist der Start des Projekts des AMH „Hammaburg 2.0“. Neben dem Namen sollen im Herbst auch drei digitale Informationspunkte auf dem Domplatz entstehen. Per Touchscreen sind künftig Simlulationen geplant. Auch Ausgrabungsfotos und historische Hintergründe der Hammaburg sind geplant. 

Die Hammaburg

Die Burg war die Keimzelle Hamburgs. In den Nachkriegsjahren, in den 1980ern und von 2005 bis 2006 wurde der Platz ausgehoben. Sichere Beweise für die Hammaburg wurden dabei lange nicht gefunden. Bis die Wissenschaftler die kleinen Erdteilchen aus den verschiedenen Grabungen noch einmal genau untersucht haben.

Eine vom Archäologischen Museum Hamburg angefertigte Visualisierung der Hammaburg.

Eine vom Archäologischen Museum Hamburg angefertigte Visualisierung der Hammaburg.

Foto: Tim-John Müller/Archäologisches Museum Hamburg/dpa
 

Die Festung wurde im 8. Jahrhundert gebaut. Den Grundriss der Anlage konnten die Archäologen relativ genau rekonstruieren. Ein Graben und ein Palisandenzaun schützten die Burganlage. Sie war etwa 50 Meter breit und lag gut angeschlossen an Alster, Elbe und Bille. Innerhalb der Festung gab es keine Kirche. Die Hammaburg soll ein Handelsplatz gewesen sein.

Ausgrabungen am Hopfenmarkt

Das Archäologische Museum sucht auch 2017 weiter nach den Anfängen Hamburg. Auch im Bereich der „Neuen Burg“ im Nikolaiquartier wurden Ausgrabungen gemacht. Dort begann vor fast 1000 Jahren die Entwicklung der Hansestadt von der Burg zur Stadt. Die Archäologen hatten das Ziel dem Platz seine Geheimnisse zu entlocken, bevor er neubebaut wird und alle Spuren vernichtet werden. Auf dem Arial ist die zwischen 1021 und 1024 errichtete Ringwallbefestigung der Burg erhalten.

 

Archäologen aktuell auf der Cremon-Insel

„Bei den Mühren“ graben sich die Hamburger Archäologen aktuell ebenfalls immer weiter in die Hamburger Geschichte. Sie haben bereits die alte Uferkante des Katharinenfleets gefunden. Aus dieser Zeit gibt es noch keine Stadtansichten des Gebietes. Zudem scheint sich abzuzeichnen, dass im 15. und 16. Jahrhundert keine Hinterhofbebauung vorhanden war und die Bewohner einen direkten Zugang zum Wasser hatten.

 
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