Übergriffe an Silvester : Hamburger Bürgerschaft: Übergriffe und Rocker im Fokus

Auf der Reeperbahn hat es an Silvester Übergriffe auf Frauen gegeben.

Auf der Reeperbahn hat es an Silvester Übergriffe auf Frauen gegeben.

153 Anzeigen sind bei der Polizei eingegangen. Einen Tatverdächtigen gebe es noch nicht.

shz.de von
14. Januar 2016, 06:46 Uhr

Hamburg | Der Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft beschäftigt sich am Donnerstag mit den sexuellen Übergriffen auf junge Frauen in der Silvesternacht. An der Sitzung will auch Innensenator Michael Neumann (SPD) teilnehmen.

Am Silvesterabend hatten vor dem Kölner Hauptbahnhof rund 1000 Männer vielfache Übergriffe auf Frauen verübt. Aus der Menge hätten sich Gruppen von mehreren Männern gebildet, die Frauen umzingelt, bedrängt und ausgeraubt hätten, sagte die Polizei. Später wurde bekannt, dass es auch in Hamburg Übergriffe gegeben hat.

Bis zum Montag hatte die Polizei 153 Anzeigen gezählt. Um wie viele Opfer es sich handle, sei noch unklar, da in einigen Fällen mehrere Frauen zugleich angegriffen, begrapscht oder bestohlen wurden. Die Ermittlungen liefen weiter auf Hochtouren, es gebe aber noch keinen konkreten Tatverdächtigen.

Ein weiteres Thema im Ausschuss ist die Rockerkriminalität. Ende vergangenen Jahres war es erneut zu schweren Straftaten gekommen. An der Reeperbahn griffen vermutlich Unterstützer der verbotenen Hells Angels Mitglieder der konkurrierenden Mongols an. Sie schossen auf ein Taxi, wobei zwei Männer leicht verletzt wurden. Einer der Verletzten wurde wenige Tage später im Stadtteil Horn erneut mit einem Messer attackiert. Beamte der Soko „Rocker“ verhafteten am Dienstagabend drei Tatverdächtige.

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