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Nur „Resteschulen“? : Hamburger Bürgerschaft befasst sich mit Problemen der Stadtteilschulen

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Der 2010 für zehn Jahre ausgerufene Schulfrieden bröckelt. Immer weniger Kinder wollen auf eine Stadtteilschule gehen, wählen lieber das Gymnasium.

Hamburg | Die schleichende Abkehr von den Stadtteilschulen zugunsten der Gymnasien steht am Mittwoch (15 Uhr) im Zentrum der Debatten in der Hamburgischen Bürgerschaft. Auf Antrag der Regierungsfraktionen SPD und Grünen beraten die Abgeordneten in einer Aktuellen Stunden über mögliche Lösungswege.

Erst 2010 als Ersatz von Haupt- und Realschulen eingeführt, verliert die Stadtteilschule bei Eltern und ihren Kindern immer mehr an Zuspruch. So liegt die Anmeldequote der künftigen Fünftklässler für diese Schulform nur noch bei 42 Prozent, während die Gymnasien auf 54 Prozent der Anmeldungen kommen.

Das Zwei-Säulen-Modell aus Stadtteilschulen und Gymnasien ist Ergebnis des eigentlich zehn Jahre geltenden Schulfriedens von CDU, SPD und Grünen aus dem Jahr 2010. Danach führen beide Schulformen zum Abitur, die Gymnasien nach acht und die Stadtteilschulen nach neun Jahren.

Abgesehen davon, dass immer weniger Eltern ihre Kinder auf Stadtteilschulen schicken, sehen Kritiker diese Schulen zudem mit der Bewältigung der Inklusion und der Betreuung der Flüchtlinge allein gelassen. Andere wiederum sehen in den Stadtteilschulen inzwischen nur noch eine „Resteschule“. So hätten von den knapp 6000 künftigen Stadtteilschülern nicht einmal mehr 300 eine Gymnasialempfehlung.

Daneben will sich das Parlament unter anderem mit Präventionsmaßnahmen gegen gewaltbereiten Salafismus, mutmaßlich extremistischen Bands beim Hafengeburtstag und Hochschulzugängen für Ausländer befassen.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 07:13 Uhr

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