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Nach Höcke-Auftritt bei Jauch : Hamburger AfD-Fraktionschef Jörn Kruse warnt vor weiterem Rechtsruck

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Das Auftreten von Höcke bei Günther Jauch sorgte für einen Eklat. Die Afd-Bundesspitze distanzierte sich bereits von ihm. Kruse hält dies für richtig, damit die Afd „nicht vollends ins rechte Fahrwasser gerate“.

Hamburg | Der AfD-Fraktionschef in Hamburg, Jörn Kruse, hat seine Partei vor einem noch stärkeren Rechtsruck gewarnt. Die „Abgrenzung von Höcke“ durch die AfD-Bundesspitze um Frauke Petry und Jörg Meuthen sei für „die ganze AfD eine unabdingbare Notwendigkeit, damit die AfD nicht vollends ins rechte Fahrwasser gerät oder sie von den Medien dort hingestellt wird“, sagte Kruse dem „Handelsblatt“. Die AfD-Bundesspitze hatte sich vom umstrittenen Auftreten des thüringischen Landes- und Fraktionschef Björn Höcke distanziert.

In der ARD hatten am Sonntagabend Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), Journalistin Anja Reschke, der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) und Höcke über das Thema „Pöbeln, hetzen, drohen - wird der Hass gesellschaftsfähig?“ diskutiert. Letzterer sorgte mit seinem Habitus und seinen Aussagen für Fassungslosigkeit bei Gästen und Zuschauern.

Nach Auffassung des Hamburger Fraktionschefs würde die „Höcke-Linie der Tod der AfD als seriöse Partei sein“. Auch AfD-Landeschef André Poggenburg (Sachsen-Anhalt) sei aus seiner Sicht „ähnlich indiskutabel wie Höcke“, wird Kruse zitiert.

Kruse war im Juli als AfD-Landeschef in Hamburg wegen des Rechtsrucks in der Partei und der Abwahl des Parteigründers Bernd Lucke zurückgetreten. Kruse gehörte zum wirtschaftsliberalen Lucke-Flügel. Er behielt den Fraktionsvorsitz inne.

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erstellt am 23.Okt.2015 | 16:26 Uhr

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