Charta von Florenz : Hamburg wird zur gentechnikfreien Region

Getechnikfreie und regionale Lebensmittel seien ein Standortvorteil, erklärt Wirtschaftssenator Horch die Entscheidung.

shz.de von
27. Januar 2015, 14:27 Uhr

Hamburg tritt als zehntes Bundesland dem europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen bei. Der SPD-Senat beschloss am Dienstag, die sogenannte Charta von Florenz zu unterzeichnen. Die Hansestadt bekennt sich damit zur Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft und im Gartenbau.

„Wir erhalten uns damit einen wichtigen Standortvorteil und kommen auch dem Wunsch der Verbraucher nach gentechnikfreien, regional erzeugten Lebensmitteln nach“, erklärte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos).

Das Netzwerk wurde 2003 gegründet und 2005 in der Charta konkretisiert. Inzwischen umfasst es den Angaben zufolge 62 europäische Gebietskörperschaften. In Deutschland traten zuletzt im April 2014 Bayern und im Mai Hessen bei.

Die Grünen begrüßten den Beitritt Hamburgs, nannten ihn aber knapp drei Wochen vor der Bürgerschaftswahl auch ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver der alleinregierenden SPD. Schließlich hätten die Grünen bereits vor vier Jahren in einem eigenen Antrag einen Beitritt der Hansestadt gefordert. Doch passiert sei nichts. Der Antrag habe vielmehr fast vier Jahre im Umweltausschuss auf Eis gelegen, klagten die Grünen.

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