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Bundeswehr-Universität : Hamburg: Wehrmachts-Foto von Helmut Schmidt hängt wieder

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Nachdem das Bild einer Kampagne von Ursula von der Leyen zum Opfer fiel, durften Studenten es nun wieder anbringen.

Hamburg | Das Mitte Mai an der Bundeswehr-Universität in Hamburg abgehängte Foto von Altkanzler Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform ist wieder aufgehängt worden. Das bestätigte ein Sprecher der Helmut-Schmidt-Universität am Donnerstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Das Bild sei von den Studenten im selben Flur des Wohnheimes der Universität, jedoch an einer Wand gegenüber vom ursprünglichen Ort angebracht worden. Das Foto wurde mit der Erläuterung versehen, dass Schmidt bereits als junger Reserveoffizier durch kritische Bemerkungen zur NS-Führung aufgefallen sei.

Das Foto war im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall des rechtsextremen Offiziers Franco A., der im elsässischen Illkirch stationiert war, abgehängt worden. Der unter Terrorverdacht stehende 28-Jährige hatte sich, obwohl er nicht Arabisch sprach, erfolgreich als Flüchtling aus Syrien registrieren lassen. Nach Ansicht der Ermittler plante er einen Anschlag. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ließ daraufhin sämtliche Kasernen nach Andenken an die Wehrmacht, etwa Stahlhelme oder Gewehre, durchsuchen. Dieser Kampagne fiel auch Altkanzler Helmut Schmidt zum Opfer.

Helmut Schmidt (1918-2015) - Ehrenbürger der Hansestadt Hamburg - kämpfte während des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront in einer Panzerdivision, war dann als Referent für Ausbildungsvorschriften dem Oberkommando der Luftwaffe zugeteilt und zuletzt als Oberleutnant und Batteriechef an der Westfront eingesetzt.

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erstellt am 15.Jun.2017 | 11:05 Uhr

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