Hagenbecks Tierpark : Hamburg: Walross Loki ist tot

Happy Birthday Loki: Tierpfleger Dirk Stutzki fütterte das ein Jahr alte Walross-Mädchen  2016 mit einer Geburtstagstorte. Archiv
Happy Birthday Loki: Tierpfleger Dirk Stutzki fütterte das ein Jahr alte Walross-Mädchen 2016 mit einer Geburtstagstorte. Archiv

Das Walross-Mädchen hatte von Geburt an eine Missbildung. Seit einer Woche war sie nicht mehr fit.

shz.de von
22. August 2017, 16:56 Uhr

Hamburg | Es wurde nur zwei Jahre alt: Das Walrossmädchen Loki ist am Montag im Tierpark Hagenbeck gestorben. Sie litt an einer angeborenen Missbildung und zeigte sich seit einer Woche etwas kränklich, wie der Tierpark am Dienstag mitteilte.

 

„Loki hatte wenig Appetit, war schlapp und schlief viel“, berichtete der Tierpark. Trotz tierärztlicher Hilfe verbesserte sich ihr Zustand nicht - im Gegenteil. Am Sonntag habe sich Lokis Zustand massiv verschlechtert.

Am frühen Montag fanden die Pfleger sie tot in ihrer Box, teilte Hagenbeck mit. Loki habe es lange geschafft, die angeborene Missbildung, die sich durch eine große Schwellung im Bereich des Halses bemerkbar machte, zu kompensieren. Die genaue Todesursache lässt der Tierpark durch eine Obduktion klären. „Loki“ war das erst zweite in Deutschland geborene Walross.

Vier Monate nach seiner Geburt am 5. Juni 2015 war der Nachwuchs von TV-Moderator Jörg Pilawa auf den Namen „Loki“ getauft worden. Pilawa hatte das 111 Kilo schwere Jungtier mit einem großen Schluck Elbwasser übergossen. Pilawa hatte seinem Patenkind - in der Tradition des norddeutschen Filmstar-Walrosses „Antje“ - eine „riesengroße Filmkarriere“ prophezeit.

Jörg Pilawa und Loki während der Taufe.
Christian Charisius, dpa
Jörg Pilawa und Loki während der Taufe.
 

Zumindest hatte „Loki“, kaum vier Wochen alt, Kinder im Tierpark schon früh bei ihren ersten Freischwimm-Runden entzückt: „Ohhhhh, ist die Kleine süüüüß“, hieß es aus Kinderkehlen. Für das unternehmungslustige Mädchen war sogar ein weiteres Schwimmbecken angelegt worden.

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