Familiendrama in Wilhelmsburg : Hamburg: Vater erschlägt 19-jährige Tochter mit Eisenstange

Eine Mutter läuft in eine Bäckerei und bittet um Hilfe. Die alarmierte Polizei macht ein grausame Entdeckung in der Wohnung der Familie.

shz.de von
10. Juli 2015, 16:15 Uhr

Hamburg | Ein Mann steht in dringendem Tatverdacht, seine 19-jährige Tochter in einer Wohnung in Hamburg-Wilhelmsburg mit einer Eisenstange erschlagen zu haben. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach riefen Angestellte einer Bäckerei am frühen Freitagmorgen die Polizei, als die 47-jährige Ehefrau des Mannes sie völlig aufgelöst in die Bäckerei gelaufen kam und um Hilfe bat. Die eintreffenden Beamten durchsuchten die Wohnung der Familie. Dabei trafen sie den 44-jährigen Ehemann an, der einen kleinen Jungen (5) an der Hand hielt. In der Zwei-Zimmer-Wohnung entdeckten die Polizeibeamten dann auf einem Schlafsofa eine junge tote Frau.

Die gemeinsame Tochter sei durch „massivste Gewalteinwirkung gegen den Kopf“ getötet worden, sagte ein Polizeisprecher. Der alkoholisierte Familienvater wurde vorläufig festgenommen. Wegen früherer Gewalt gegen seine Ehefrau hätte der 44-Jährige die Wohnung gar nicht betreten dürfen. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Haftbefehl wegen Mordverdacht beantragt.

Der Leichnam der Tochter wurde in das Institut für Rechtsmedizin gebracht. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Der Beschuldigte machte keine Angaben gegenüber der Mordkommission.

Am Tatort wurden Spuren gesichert und Zeugen vernommen. Die 47-Jährige und ihr Sohn befinden sich nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in polizeilicher Obhut. Das Jugendamt prüfe, ob das Kind untergebracht werden müsse, hieß es.

Die Ermittlungen dauern an.

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